2017 fanden jweils zwei Spiele im Twickenham-Stadium und zwei Spiele in Wemb... - Bildquelle: 2017 imago2017 fanden jweils zwei Spiele im Twickenham-Stadium und zwei Spiele in Wembley statt. © 2017 imago

München - Einzelne Spiele der Regular Season genügen Londons Bürgermeister nicht. Sadiq Khan träumt von einer NFL-Franchise in der englischen Hauptstadt. Und dem Super Bowl.

 

Wie ernst er es damit meint, verdeutlichte der Politiker im Interview mit dem Radiosender "Talksport": "Ich habe mir seit meinem Amtsantritt als Bürgermeister zum Ziel gesetzt, mehr Football-Spiele nach London zu holen, bestenfalls sogar ein NFL-Team in der Hauptstadt zu gründen und - wenn ich das sagen darf - auch den Super Bowl hier auszutragen."

Khans Team arbeite schon länger sehr eng mit der NFL zusammen. Der Bürgermeister selbst habe sich zuletzt sowohl mit Eigentümern der Jacksonville Jaguars als auch dem NFL-Commissioner Roger Goodell getroffen, um über diese Pläne zu sprechen.

NFL-Team für London schon 2022?

Die Idee, ein eigenes NFL-Team in London zu etablieren, ist allerdings nicht neu. Schon im April 2016 hatte Goodell dem ehrgeizigen Plan des Bürgermeisters eine "realistische Chance" eingeräumt. 

NFL-Vizepräsident Mark Waller ging sogar noch einen Schritt weiter. Demnach könnte London schon 2022 eine eigene Franchise haben: "Es gibt ein paar Teams, die Interesse haben, dauerhaft nach London umzusiedeln. Wenn 75 Prozent aller 32 Teams dafür stimmen, kann es passieren", hatte Khan bereits während der vergangenen Saison gegenüber "ESPN" angekündigt. 

Drei Football-Stadien in London

Für Khans Pläne spricht auch, dass es bald drei große Football-taugliche Stadion in London geben wird, darunter das neue 1,04-Milliarden-Dollar-Stadion von Tottenham Hotspur, das noch in diesem Jahr eröffnet werden soll.

Die NFL soll sich selbst mit 10 Millionen Dollar beteiligt und schon zugestimmt haben, dass in den kommenden zehn Jahren mindestens zwei Spiele pro Saison in diesem neuen Stadion stattfinden sollen. 

Logistik ein großes Problem

Bei aller Euphorie gibt es auch einen großen Haken. Ein NFL-Team in London würde enorme logistische Schwierigkeiten mit sich bringen. Unklar ist beispielsweise, wie man in den Playoffs mit dem Szenario umgehen würde, wenn etwa San Diego oder San Francisco nach London reisen müssten.

Eine Übergangslösung könnte laut NFL-Insider Jason La Confora daher sein, zunächst mindestens acht Spiele der Regular Season in London auszutragen. Dann könne man sehen, wie groß der Support in der englischen Hauptstadt überhaupt für American Football sei, so der Journalist bei "CBS Sports".

2018 nur drei Spiele in London

In der kommenden Saison muss sich London erst einmal mit nur drei Spielen der Regular Season begnügen statt vier im vergangenen Jahr.

Als Begründung nannte Bürgermeister Khan, dass das Rugby-Stadion im Stadtteil Twickenham an den gewünschten Terminen nicht verfügbar sei.

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