Jon Gruden trat nach dem E-Mail-Skandal bei den Las Vegas Raiders zurück. - Bildquelle: 2021 Getty ImagesJon Gruden trat nach dem E-Mail-Skandal bei den Las Vegas Raiders zurück. © 2021 Getty Images

München - Nachdem alte E-Mails von Jon Gruden aus seiner Zeit im Rahmen einer Untersuchung der NFL an die Öffentlichkeit kamen, trat dieser in weiterer Folge zurück. In den E-Mails verwendete Gruden rassistische, homophobe und frauenfeindliche Sprache.

Nun zog Spiele-Gigant EA Sports die Konsequenzen aus dem Skandal. Gruden wurde aus der Football-Simulation Madden NFL 22 entfernt. "EA Sports hat sich verpflichtet, Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer Kultur der Inklusion und Gleichberechtigung zu ergreifen", erklärte der Madden-Hersteller auf dem offiziellen Twitter-Account, "aufgrund der Umstände des Rücktritts von Jon Gruden unternehmen wir Schritte, um ihn aus Madden NFL 22 zu entfernen. Wir werden ihn in den kommenden Wochen durch ein Titel-Update durch ein allgemeines Abbild ersetzen."

Zuvor hatten die Tampa Bay Buccaneers, mit denen Gruden einen Super Bowl gewann, aus ihrem Ring of Honor entfernt. Zudem verlor der Coach Sponsorendeals.

Smith und Goodell beleidigt

Vor zehn Jahren, während des Lockouts 2011, sendete Gruden etwa eine E-Mail an den damaligen Präsidenten des Washington Football Teams.

Darin schrieb Gruden, der schwarze Präsident der NFL-Spielervereinigung, DeMaurice Smith, habe "Lippen so groß wie Michelin-Reifen". 

Mehreren US-Medien lagen diverse E-Mails von Gruden vor. Laut Berichten soll Gruden in E-Mails auch NFL-Boss Roger Goodell als "Schw***tel" und "P*ssy" beleidigt haben.

2018 unterschrieb Gruden einen Vertrag über zehn Jahre bei den Raiders, der ihn insgesamt 100 Millionen Euro eingebracht hätte. Nun aber trat er eben aufgrund des E-Mail-Skandals zurück.

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