Redskins-Präsident Bruce Allen und Besitzer Daniel M. Snyder. - Bildquelle: imago/MediaPunchRedskins-Präsident Bruce Allen und Besitzer Daniel M. Snyder. © imago/MediaPunch

München – Die Stimmung in einer Franchise kann man vor allem am Personal messen. Nicht unbedingt anhand des Teams, anhand der Profis, denn die erhalten in der Regel ein gutes Schmerzensgeld. 

Dann hält man auch schon mal eine fragwürdige Franchise-Kultur ein bisschen länger aus. Geld macht vieles erträglicher.

Es sind vor allem die normalen Mitarbeiter, die das Herz eines Unternehmens sind. Nehmen sie in Scharen Reißaus, stimmt etwas ganz grundsätzlich nicht. 

Die Washington Redskins erleben seit einigen Monaten einen veritablen Exodus. Redskins-Experte Chris Russell vom Radiosender "106.7 The Fan in D.C." gibt einen Einblick hinter die Kulissen, den er offenbar auch erhalten hat.

Fast 40 sind weg

"Mir ist das von vielen Leuten erzählt worden", erklärt Russell: "Fast 40 Angestellte sind gegangen, hinter den Kulissen. Wir sprechen nicht über Spieler oder Coaches. Niemand will dort arbeiten. Es ist eine fürchterliche Kultur", so Russell.

Er hält mit seiner eigenen Meinung nicht hinter dem Berg, er hat vor allem von Präsident Bruce Allen eine ganz spezielle. "Ich glaube nicht, dass er ein guter Anführer ist. Ich glaube nicht, dass er eine gute Person ist. Ich glaube nicht, dass er Leute gut behandelt. Niemand will dort arbeiten. Niemand glaubt an die Richtung und die Führung dieser Franchise."

Tatsächlich gilt Allen als Grund dafür, dass das Team seit seinem Amtsantritt 2009 nur zweimal die Playoffs erreichte. 59 Siege gab es in der Zeit, dafür aber auch 87 Niederlagen. Einen sportlichen Niedergang, dass auch die Washington Post im Dezember in einer Kolumne forderte, Allen zu feuern.

Angeblich gebe es einen Riss zwischen dem Coaching Staff und Bruce. "Wo die Coaches denken, dass alles ein Witz ist und sie sich wundern: 'Was zum Teufel macht ihr?'", erzählte Russell. 

Probleme zwischen Coaches und Allen?

Berichte über Probleme zwischen Head Coach Jay Gruden und Allen sind indes nicht neu, eine Missstimmung aber offiziell dementiert, was bekanntlich nichts heißen muss.

Was aber Fakt ist: Sportlich hat sich einiges getan in der Offseason. Im Draft landeten die Redskins Quarterback Dwayne Haskins und Defensive End Montez Sweat, daneben kamen auch Case Keenum aus Denver und die Free Agents Landon Collins, Ereck Flowers und Dominique Rodgers-Cromartie.

Eine Menge Potenzial, um die Stimmung vielleicht wieder zu drehen.

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