Meist in der Kritik: Cowboys-Coach Jason Garrett. - Bildquelle: 2019 Getty ImagesMeist in der Kritik: Cowboys-Coach Jason Garrett. © 2019 Getty Images

München/Dallas – Jason Garrett kann nicht mehr viel aus der Ruhe bringen. Wie auch, wenn man als Head Coach der Dallas Cowboys meistens in der Kritik steht? 

Unzählige Male waren seine Tage bereits gezählt, und immer wieder hat der 53-Jährige seinen Kopf aus der berühmten Schlinge gezogen. Trotzdem sitzt er auf einem Dauer-Schleudersitz.

Fest steht: 2019 wird es erst einmal so weitergehen. Denn sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus. Eine spannende Konstellation, die an den konstant hohen Erwartungen an America's Team nichts ändert.

Im Gegenteil.

 

Denn mit den Verpflichtungen von Robert Quinn (29), Randall Cobb (29), George Iloka (29) und Kerry Hyder (28) sowie der Rückkehr von Jason Witten (37) hat ein Roster, das 2018 nur 25,4 Jahre alt war, Qualität und Erfahrung bekommen. 

Keine Verpflichtungen zum Verlieben, dafür clevere Schachzüge, wie zum Beispiel auch die Picks Trysten Hill und Joe Jackson. 

Witten der Alte

Ein echter Anführer ist dabei: Witten war nach seinem Rücktritt zwar ein Jahr lang raus, sieht aber noch genauso aus wie 2017, wie Garrett bestätigte: "Er sieht schnell aus, sehr beweglich. Er ist definitiv in Form geblieben und in unser Offseason-Programm involviert."

Doch Garrett hat Baustellen, die er - Stand jetzt - wohl mit in die Saison schleppen wird.

Ezekiel Elliott, Dak Prescott, Amari Cooper oder Byron Jones: Eine Handvoll Stars schielt nach einem neuen Vertrag, hofft auf einen baldigen Zahltag. Gleichzeitig wurden die erwähnten Neuen mit Einjahres-Verträgen ausgestattet. Das Signal ist klar: Erfolg soll her, und das recht schnell.

Die Ruhe selbst

Aber auch hier: Garrett ist die Ruhe selbst, auch wenn er weiß, dass gerade das Finanzielle in der NFL, im Profisport, schnell eine latente Unzufriedenheit hervorrufen, eine Eigendynamik entwickeln kann.

Garrett kennt das Geschäft. Und weiß, dass dies dazugehört. Stören tut es ihn nicht.

"Die besten Teams, bei denen ich war, waren die, wo die Spieler gesagt haben: 'Ich muss mich auf Football fokussieren, mein Bestes geben, und der Rest erledigt sich von selbst.'" Heißt: Leistung zahlt sich aus, im wortwörtlichen Sinne.

Hinzu kommt: "Wir haben ein Team mit den richtigen Jungs aufgebaut. Wir haben viel Zeit damit verbracht, es auf die richtige Art und Weise aufzubauen." Viele Führungsspieler, ob nun Jung oder Alt, von denen sich die Cowboys viel versprechen. Garrett weiß: "Das Geschäftliche wird sich von selbst erledigen." In die eine oder auch in die andere Richtung.

Und das gilt auch für ihn. Es stellt sich nämlich die Frage, ob er über die Saison hinaus die Cowboys betreuen darf. Teambesitzer Jerry Jones deutete in einem Interview bei Pro Football Talk an, dass eine baldige Vertragsverlängerung für ihn überhaupt kein Thema ist. "Ich bin zufrieden damit, wo wir gerade vertraglich stehen. Verhandlungen über die Zukunft sollen später stattfinden. Wir alle wissen, dass wir rausgehen und Spiele gewinnen müssen."

Damit setzt er Garrett, der sich mit den Cowboys vergangene Saison aufgrund eines starken Saison-Endspurt für die Playoffs qualifizierte und erst in der 2. Runde an den Los Angeles Rams scheiterte, unter Erfolgsdruck.

Ganz nach dem Motto: Erst gewinnst du ein paar Spiele, dann sprechen wir über einen neuen Vertrag.

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