Joe Judge (m.) klärt über die Verletzungen von Daniel Jones (r.) auf. - Bildquelle: GettyJoe Judge (m.) klärt über die Verletzungen von Daniel Jones (r.) auf. © Getty

München - Joe Judge, spricht für gewöhnlich eher selten über Verletzungen seiner Spieler. In der "Michael Kay Show" hat der Head Coach der New York Giants nun aber eine Ausnahme gemacht.

Quarterback Daniel Jones hatte sich am 29. November im Spiel gegen die Cincinnati Bengals an der rechten Kniesehne verletzt. Im Anschluss verpasste er eine Partie und kehrte danach zurück, nur um sich am 13. Dezember im Spiel gegen die Arizona Cardinals bei einem Hit am linken Knöchel erneut zu verletzen. Danach fehlte Jones zwei weitere Partien.

Verletzung bei Daniel Jones schlimmer als gedacht

Dass die Verletzungen des Quarterbacks offenbar deutlich schlimmer waren als gedacht, verriet Judge nun bei der Gelegenheit.

"Daniel ist der letzte, der irgendetwas als Entschuldigung benutzen wird", begann der Head Coach seine Ausführungen: "Was ich über die Verletzung im letzten Jahr sagen würde, ist, dass sie viel ernster war, als die Leute von außen vielleicht dachten. Ich würde sagen, dass wahrscheinlich 90 Prozent der Spieler in der Liga, die diese Verletzung gehabt hätten, einschließlich Quarterbacks, für den Rest des Jahres auf Injured Reserve gewesen wären. Das ist einfach die Realität."

Demnach war die Verletzung deutlich schwerwiegender, als es Jones die Fans und Journalisten weismachen wollte. "Wir werden unsere Spieler schützen, indem wir nicht alles über ihre Verletzungen preisgeben, um ehrlich zu sein. Er hat sich durch eine Menge Dinge gekämpft. Er hat sich den Respekt einer Menge Leute verdient", so Judge weiter.

Giants-Quarterback kassierte viel Kritik

In der vergangenen Saison hatte es wiederholt Kritik am jungen Spielmacher gegeben, seine Leistungen wurden stets extrem kritisch beleuchtet. Jones warf elf Touchdown-Pässe bei zehn Interceptions, seine Completion Rate lag bei 62,5 Prozent. Die Giants haben ihn stets verteidigt.

"Ich bin sehr zufrieden mit den Fortschritten, die Daniel im letzten Jahr gemacht hat", merkte Judge an. Doch trotz aller Verletzungen, in der kommenden Saison muss sich Jones beweisen.

"Seien wir ehrlich zu diesem Kerl: Es gibt keine Ausreden, aber er hatte keinen Frühling, um im neuen System zu arbeiten. Er hatte keine Preseason-Spiele, um ein Gefühl dafür zu bekommen und die Chemie mit seinen Teamkollegen aufzubauen. Wir haben im Trainingslager unser Bestes gegeben. Letztendlich brauchte es ein bisschen mehr Zeit, um ein ganzes Team an eine neue Offensive zu gewöhnen. Aber ich bin sehr, sehr ermutigt. Ich war sehr zufrieden. Es macht Spaß, täglich mit ihm zu arbeiten."

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