Spielt bald mit Tom Brady zusammen: "Mr. Irrelevant" 2021 Grant Stuard. - Bildquelle: gettySpielt bald mit Tom Brady zusammen: "Mr. Irrelevant" 2021 Grant Stuard. © getty

München - Nach drei anstrengenden Tagen endete der NFL-Draft in Cleveland mit dem 259. Pick. Mit diesem wählten die Tampa Bay Buccaneers Linebacker Grant Stuard aus und machten ihm damit zum Mr. Irrelevant 2021. 

Dass er in diesem Draft überhaupt ausgewählt werden würde, stand für den Defense-Kapitän der Houston Cougars in den Sternen. Als dann, am Ende des Drafts, eine Telefonnummer aus Florida klingelte, kam es zu einem kuriosen Zufall. 

Stuard: "Das war so verrückt"

"Ich habe meinem Vater gesagt, er soll einfach aus Spaß irgendeine Kappe mitnehmen, die ich mir aufsetzen kann", berichtete Stuard bei "ESPN": "Die einzige NFL-Kappe die mein Vater hatte, war eine Uralte der Tampa Bay Buccaneers", erklärte er weiter. 

Schließlich erhielt er einen Anruf der Buccanneers, die ihm mit dem 259. Pick im Draft ausgewählt hatten: "Als sie an der Reihe waren und ich mit ihnen telefonierte, zeigte mein Vater auf die Kappe, die ich währenddessen trug. Das war so verrückt", sagte er über den Vorfall. 

Langer Weg zum Erfolg

Ein Grund, warum er letztlich den Sprung in die NFL packte, ist seine Persönlichkeit auf dem Platz sowie sein soziales Engagement abseits des Spielfeldes. Aufgrund einer schwierigen Kindheit sei es für ihn bereits in jungen Jahren darum gegangen, für sich selbst und seine Geschwister zu sorgen. 

"Meine Mutter war drogenabhängig und arbeitete in der Sex-Industrie, während mein Vater in meiner Kindheit oft im Gefängnis saß", so Stuard: "Wir wechselten ständig das zu Hause und wussten nicht, ob wir Abends Essen auf dem Tisch haben oder auf welche Schule wir gehen sollen", berichtete er weiter. 

Mit Charity-Aktionen am College setzte sich Stuard schon früh für sozial Schwächere ein und wurde aufgrund seiner Beliebtheit zum Kapitän der Houston Cougars am College gewählt. So habe er früh gelernt, "dass es auf die kleinen Dinge im Leben ankommt sowie auf das ständige Zurückgeben", sagte er. 

Buccaneers von Stuards Art begeistert

"Wir lieben ihn als Mensch und als Spieler", erklärte Jason Licht, General Manager der Buccaneers: "Er bringt viele Emotionen auf den Platz. Er hatte ein hartes Leben bisher und ist dadurch zu einem verlässlichen Menschen und Football-Spieler gereift."

Dabei stellte Licht klar, dass sie ihn nicht aus Marketing-Gründen ausgewählt haben: "Er wird bei uns die Chance bekommen, als Inside Linebacker zu spielen. Wir glauben aber, dass er eine gute Chance hat, als Special-Team-Ass für uns zu glänzen", prognostizierte der Bucs-GM. 

Auch abseits des Platzes läuft es für den Youngster wieder besser: "Mein Dad kümmert sich nun viel mehr um meinen kleinen Bruder und hilft ihm bei allen möglichen Sachen, vor allem natürlich beim Sport", sagte Stuard abschließend. Schließlich hat er selbst nun deutlich weniger Zeit, wenn er mit Brady und Co. die Titelverteidigung des Super Bowls in Angriff nimmt. 

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