Zählen seit Jahren zu den besten Passgebern der NFL: Aaron Rodgers (li.) und... - Bildquelle: Getty Images/imago imagesZählen seit Jahren zu den besten Passgebern der NFL: Aaron Rodgers (li.) und Philip Rivers (re.). © Getty Images/imago images

München/Indianapolis - Am 11. Spieltag der NFL-Saison 2020 treffen die Green Bay Packers auf die Indianapolis Colts (Sonntag, ab 22:25 Uhr, live auf ProSiebenMAXX und ran.de).

Durch ihren Sieg gegen die Jacksonville Jaguars haben sich Aaron Rodgers und die Green Bay Packers die Spitzenposition in der NFC gesichert. Auch die Indianapolis Colts konnten sich in der vergangenen Woche verbessern und stehen nach dem Sieg gegen die Tennessee Titans an der Spitze der AFC South.

ran.de wirft einen Blick auf das Duell der beiden Teams.

Die wichtigsten Personalien und Stories

Philip Rivers: Der alte Mann und die jungen Colts

"Philip ist ein absoluter Wettkampftyp, seine Erfahrung und Führungsstärke ist ein wichtiger Aspekt für die weitere Entwicklung unseres jungen Kaders", erklärte Colts-General-Manager Chris Ballard im März diesen Jahres.

Damals staunten die Menschen in Indianapolis nicht schlecht, als ihnen der 38 Jahre alte Philip Rivers als neuer Quarterback vorgestellt wurde. In einer Offseason mit Free Agents wie Tom Brady, Cam Newton oder Teddy Bridgewater verpflichteten die Verantwortlichen ausgerechnet ein scheinbares Auslaufmodell.

Nach 16 Jahren bei den San Diego bzw. Los Angeles Chargers hatte sich der Passgeber für ein neues Abenteuer entschieden und wurde in Indianapolis mit einem Einjahresvertrag entlohnt. Trotz zahlreicher Rekorde und acht Pro-Bowl-Teilnahmen fehlt Rivers noch ein wichtiger Titel: Ein Sieg im Super Bowl.

Bisher scheint sich das Investment allerdings auszuzahlen: Nach neun Spielen stehen die Colts bei einer Bilanz von 6-3 und grüßen von der Spitze der AFC South. Nicht zuletzt dank Rivers, den ein Altersunterschied von 17 Jahren vom jüngsten Spieler des Teams, Running Back Jonathan Taylor, trennt.

 

In den vergangenen Wochen profilierte sich Rivers besonders beim Umstieg auf die No-Huddle-Offense - ein Erfolgsmittel, das wohl auch gegen Green Bay wieder zum Einsatz kommen könnte. "Er kann diese Abläufe einfach sehr gut", lobte ihn Head Coach Frank Reich nach dem Sieg gegen Tennessee.

Im kommenden März wird Rivers' Engagement bei den Colts vorerst enden, über einen weiteren Verbleib ist bisher nichts bekannt. Als Anführer einer jungen Mannschaft profiliert sich Rivers seit Monaten, gelingt ihm jetzt noch der entsprechende Erfolg, dürften wohl auch die letzten Skeptiker in Indianapolis verstummen.

Kein Duo wie jedes andere

Für die Fans der Green Bay Packers ist es ein Jahr wie jedes andere: Nach neun Spieltagen grüßt der Traditionsklub mit einer Bilanz von 7-2 von der Spitze der NFC (hier geht's zum aktuellen Playoff-Picture) und träumt vom fünften Super-Bowl-Sieg in seiner Geschichte. 

Die große Konstante ist dabei ohne Zweifel Quarterback Aaron Rodgers. Mit 2.578 Passing Yards und 26 Touchdowns zu gerade einmal zwei Interceptions ist der 36 Jahre alte Passgeber auf bestem Wege zu seiner dritten Auszeichnung als "Most Valuable Player" der Regular Season.

Gemeinsam mit seinem Lieblingsreceiver Davante Adams stellt Rodgers in diesem Jahr eines der gefährlichsten Duos der NFL. In sieben Saisonspielen kommt Adams auf einen Liga-Bestwert von neun Touchdowns, pro Spiel fängt er als einziger Receiver über 100 Yards (genauer gesagt 105,9).

 

"Der Junge ist ein toller Spieler, er ist einzigartig. Er verschafft sich jedes Mal aufs Neue meinen Respekt", schwärmte Rodgers nach dem Spiel gegen Jacksonville über Adams, der im dritten Viertel kurzzeitig vom Feld musste.

"Nummer 17 (Rückennummer von Adams; Anm. d. Red.) ist anders als Andere, dass war er schon immer. Ich habe ihn schon einige Mal gefragt 'Bist du ok, geht es dir gut?' Und er nickt nur und macht weiter." Wenige Minuten später fing der frühere Zweitrundenpick den entscheidenden Touchdown des Spiels.

Das Duo steht symptomatisch für die Erfolgssträhne der Packers: In Adams scheint Rodgers endlich den Mitspieler seiner Träume gefunden zu haben. Den übrigen 31 NFL-Teams könnten unruhige Zeiten bevorstehen.

So lief Week 10

Indianapolis Colts

Der 34:17-Sieg gegen die Tennessee Titans war für die Colts ohne Zweifel der Höhepunkt der bisherigen Saison 2020. Nach einer enttäuschenden Partie gegen Baltimore lieferte Quarterback Philip Rivers ein souveräne Leistung ab und erzielte 308 Passing Yards, sowie einen Touchdown.

Mann des Spiels war hingegen ein anderer: Running Back Nyheim Hines konnte sich an seinem 24. Geburtstag über 70 Yards, einen Rushing und einen Receiving Touchdown freuen. 

Auch die Special Teams überzeugten beim wichtigen Sieg gegen den Rivalen aus der AFC South: Rookie-Kicker Rodrigo Blankenship blieb erneut fehlerfrei, während Cornerback T.J. Carrie einen geblockten Punt in die Endzone zurücktrug.

Die Defense erlebte einen vergleichsweise ruhigen Abend, hielt die Offense der Titans aber dennoch gut in Schach. Die Mannen um Linebacker Darius Leonard begrenzten Tennessee auf 294 Yards, darunter nur mickrige 137 Passing Yards von Quarterback Ryan Tannehill.

Green Bay Packers

Nachdem das Spiel lange Zeit offen war, feierte Green Bay gegen die Jacksonville Jaguars doch noch den siebten Saisonsieg. Rodgers agierte beim 24:20-Sieg gewohnt souverän, leistete sich neben 325 Yards und drei Touchdowns aber auch seine zweite Interception des Jahres.

Receiver Marquez Valdes-Scantling besorgte mit einem 78-Yard-Touchdown die frühe Führung der Packers und überzeugte mit insgesamt 149 Yards. Dennoch tat sich die Offense über weite Strecken der Partie schwer, das zuletzt so zuverlässige Laufspiel kam nicht über 80 Yards hinaus.

Die Defense begrenzte Jacksonvilles Offense auf 260 Yards und verzeichnete insgesamt drei Quarterback-Sacks. Safety Adrian Amos fing einen Pass von Passgeber Jake Luton ab und beendete damit einen vielversprechenden Drive der Jaguars.

 

Besonders die Special Teams taten sich am 10. Spieltag als ungeahnte Schwachstelle hervor und erlaubten im zweiten Viertel einen 91-Yard-Punt-Return. Kicker Mason Crosby blieb hingegen von einem Ausrutscher verschont und verwandelte alle vier Kicks (drei Extrapunkte und ein Field Goal).

Fantasy-Tipp: Davante Adams

Kaum ein Wide Receiver ist in der letzten Zeit so effektiv wie Davante Adams. Selbst gegen vermeintlich schwierige Gegner liefert der Passempfänger konstant gute Leistungen ab und sammelt Yard um Yard.

Der 27-Jährige ist der einzige Receiver mit durchschnittlich mehr als 100 Yards pro Spiel und beendet die 60 Minuten selten ohne einen Touchdown, daran dürfte auch die beste Passverteidigung der NFL nichts ändern können. 

Adams ist somit eine ideale Wahl für den ran Fantasy Manager.

Tom Offinger

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