Green Bay Packers Präsident Mark Murphy zeigt sich besorgt. - Bildquelle: imago imagesGreen Bay Packers Präsident Mark Murphy zeigt sich besorgt. © imago images

München/Green Bay - In der Vergangenheit hatte die NFL immer wieder mit Problemen beim Saisonstart zu kämpfen. Mal waren es verkürzte Spielzeiten, Schiedsrichterstreiks oder nationale Tragödien, die zu bewältigen waren.

Wenn es nach dem Packers-CEO Mark Murphy geht, dann wird die kommende NFL-Saison aber deutlich anders verlaufen als die anderen zuvor. Der Präsident der Green Bay Packers scheut sich nicht, seine Bedenken laut auszusprechen.

In seiner Kolumne, die der 64-Jährige für die offizielle Website der Packers schreibt, drückte er seine Besorgnis darüber aus, dass die NFL zu lange braucht, um schwierige Entscheidungen für die Saison zu treffen. Außerdem beklagte er, dass er selbst nicht in der Lage sei, Entscheidungen zu treffen, da er noch auf wichtige Informationen warte.

Murphy wies darauf hin, dass gerade die NFL als Profi-Liga noch einen Zeit-Vorschuss gehabt hätte, da die Coronavirus-Pandemie zu Beginn der Offseason zugeschlagen hatte, die Saison aber erst im Herbst startet. Letzten Endes glaubt der Football-Funktionär jedoch, dass der Liga die Zeit ausgehen wird, um wichtige Entscheidungen noch mit ausreichend Vorlauf zu treffen.

Packers-CEO: "Die großen Entscheidungen stehen noch an"

"Da die Trainingslager in weniger als einem Monat beginnen sollen und COVID-19 keine Anzeichen einer Verlangsamung zeigt, werden die Packers in den kommenden Wochen mehrere schwierige Entscheidungen treffen müssen", schrieb Murphy in seiner Kolumne.

Murphy stellte die positiven Aspekte in der Krise heraus: "Als uns die Pandemie Anfang dieses Jahres traf, haben die NFL-Teams einen Zeit-Vorsprung gehabt. Im Gegensatz zu den Basketball-, Eishockey- und Baseballteams, die entweder mitten in der Saison waren oder kurz vor dem Saisonstart standen, befanden wir uns erst am Anfang der Offseason. Die NFL konnte sowohl die Free Agency, als auch den Draft und das gesamte Offseason-Programm virtuell abhalten."

"Wir haben auf dem Weg dahin bereits Entscheidungen getroffen, aber die großen Entscheidungen konnten wir noch aufschieben, bis wir mehr Informationen hatten. Bei so viel Ungewissheit hat das natürlich Sinn gemacht, dass wir Entscheidungen erst treffen, wenn wir unbedingt müssen. Da wir uns jedoch jetzt dem Start der Trainingscamps nähern, spielt die Zeit nun gegen uns", machte der CEO unmissverständlich klar.

Green Bay gehört zu den Teams, die sich bereits dazu entschlossen haben, ihr Trainingscamp in den eigenen Mannschaftseinrichtungen abzuhalten.

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