Mike McCarthy: Emotionaler Abschied aus Green Bay. - Bildquelle: imago/Icon SMIMike McCarthy: Emotionaler Abschied aus Green Bay. © imago/Icon SMI

München/Green Bay – Die Palette ist breit. Alles ist möglich. Trennungen zwischen NFL-Teams und Head Coaches können einvernehmlich sein. Oft sind sie es aber nicht. Gerne wird es schmutzig, noch öfter aber zumindest unschön.

Die Scheidung zwischen den Green Bay Packers und Mike McCarthy ist irgendwie - anders. Eher unüblich. Zumindest was McCarthy betrifft.

Klar: Wenn man 13 erfolgreiche Jahre bei einer Franchise verbracht hat, dann entstehen da Verbindungen, die über das normale Arbeitnehmer-Verhältnis hinausgehen. Vom Verhältnis zu den Fans, den Menschen der Region, mal ganz abgesehen.

Hat man dann auch noch zusammen neunmal die Playoffs erreicht und einmal den Super Bowl gewonnen (2011), kann man auch schon mal ein bisschen sentimental werden. Selbst in einem so knallharten Milliarden-Geschäft wie der NFL ist dann noch Platz für Gefühle.

Echte Gefühle

McCarthy hat nun Gefühle gezeigt, auch wenn ihn die Packers zwar nicht überraschend, aber nach dem 17:20 der Packers gegen die Arizona Cardinals doch sehr flott vor die Tür gesetzt haben. Der 55-Jährige selbst war dann auch vom Zeitpunkt überrascht, er ist der erste verantwortliche Packers-Trainer seit 65 Jahren, der in einer Saison ausgetauscht wird.

McCarthy schaltete in diversen Zeitungen wie dem Milwaukee Journal Sentineloder der Green Bay Press Gazette eine ganzseitige Anzeige. Eine mehrere tausend Dollar teure. Und emotionale.

"Es ist schwer auszudrücken, welche Auswirkung dieser Job auf mich und meine Familie hatte. Von Anfang an hat mich Green Bay mit offenen Armen empfangen. Ich habe meine wunderschöne Frau Jessica hier getroffen und unsere Familie mit fünf Kindern gegründet, die Green Bay immer als ihre Heimat bezeichnen werden", schrieb McCarthy, der in der vergangenen Woche noch zweimal bei seinem Ex-Arbeitgeber war, um sich von seinen Trainer-Kollegen und von den Spielern zu verabschieden. Er bekam Standing Ovations.

"Danke für die Welle der Liebe"

"Danke für die immense Welle der Liebe, die wir in dieser Woche und während unserer Zeit hier bekommen haben. Das spricht für die Menschen in Wisconsin. Coach Lombardi hat es am besten ausgedrückt: 'In Green Bay dreht sich alles um Glauben, Familie und Football.'"

Die Palette ist breit. McCarthy hat einen unüblichen Abgang gewählt. Aber einen mit Stil.

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