Aaron Rodgers: Was geht mit den Packers? - Bildquelle: imago/Icon SMIAaron Rodgers: Was geht mit den Packers? © imago/Icon SMI

München - Es werden ja schnell mal alte Kamellen hervorgekramt. Vor allem dann, wenn es nicht läuft. Aaron Rodgers weiß das. 

Dem Quarterback-Superstar der Green Bay Packers dürfte deshalb klar sein: Sein Cameo-Auftritt bei der Erfolgsserie "Game of Thrones" kann zum Bumerang werden. Wird ihm bei Gelegenheit um die Ohren gehauen, süffisant aufs Brot geschmiert.

Denn wenn die stolze Franchise wieder strauchelt, ist Rodgers ein halbes Jahr nach dem Auftritt als verbrennender Lannister-Soldat eine perfekte Visualisierung der nächsten Krise.

Denn fest steht: Zwei Jahre in Folge ohne Playoffs sind genug. Der Anspruch der Packers ist nichts weniger als der Super Bowl. Dafür hat General Manager Brian Gutekunst in der Offseason geklotzt und nicht gekleckert. Zudem haben die Packers Matt La Fleur als neuen Head Coach installiert.

Doch wie sind die Packers aufgestellt? 

Oder um im Bild zu bleiben: Reicht es für den Eisernen Thron?

Gute Verpflichtungen

Die Linebacker Preston und Za'Darius Smith wurden für den Pass Rush verpflichtet, daneben kam Free Agent Safety Adrian Amos. Im Draft konzentrierten sich die Packers auch auf die Defense, holten Pass Rusher Rashan Gary und Safety Darnell Savage.

Offensive Lineman Billy Turner soll mit dafür sorgen, dass Rodgers nicht erneut 47 Mal gesackt wird, 2018 war das immerhin der fünftschlechteste Wert. Im Draft kamen O-Liner Elgton Jenkins und Tight End Jace Sternberger hinzu. Talente mit Potenzial, sofort eine Rolle zu spielen. 

Gutekunst heimste für seine Personalpolitik, ob nun in der Free Agency oder im Draft, eine Menge Lob ein. Er konnte viele Roster-Löcher stopfen, zahlreiche Probleme angehen.

Aber Baustellen bleiben. Beziehungsweise Fragezeichen. Eines sind die Verpflichtungen generell, denn sie müssen erst auf dem Feld zeigen, ob sie auch Verstärkungen sind. 

Das größte Fragezeichen wäre aber La Fleur. Sean McVay 2.0, wie der Hoffnungsträger auch genannt wird. Die Erwartungen an ihn und seine Philosophie sind groß. Er bringt ein neues, ein offensiveres System mit, das er aber noch erfolgreich implementieren muss. Auch sonst wurde beim Staff an vielen Stellen Hand angelegt, neu ist unter anderem Offensive Coordinator Nathaniel Hackett, außerdem wurde Luke Getsy als Quarterback-Coach zurückgeholt. 

Wie klappt es mit Rodgers?

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem schwierigen und anspruchsvollen Rodgers? Davon wird vieles abhängen.

Fragezeichen gibt es noch auf der Receiver-Position. Mit Davante Adams haben die Packers einen Hochkaräter, dahinter nach dem Abgang von Randall Cobb neben Veteran Geronimo Allison aber im Grunde nur Talente wie Equanimeous St. Brown.

Als zu dünn und unerfahren kritisieren Experten den Depth Chart. Aber: Die Jungen können sich nun zeigen. Sie müssen es aber auch.

Was macht EQ?

"Ich glaube, ich bin in meinem zweiten Jahr in einer guten Position", sagt EQ, der mit 328 Receiving Yards teamintern an Position 5 stand. "Sie kennen mich jetzt schon. Ich habe gute Chancen, es besser zu machen als letzte Saison."

 

Eine Baustelle bleibt die Position des Inside Linebackers. Im Spiel nicht mehr so wichtig wie früher, mussten die Packers in der Offseason eine Baustelle vernachlässigen. Hinter Blake Martinez klafft eine Lücke, die nicht gestopft werden konnte. In einem Umbruch, in dem sich das Team befindet, muss man auch Kompromisse eingehen.

Viel passieren dürfte nicht mehr. Denn mit den rund neun Millionen beim Salary Cap sind keine großen Sprünge mehr möglich. Vielleicht reicht es aber trotzdem für den Thron. 

Von Andreas Reiners

Du willst die wichtigsten NFL-News direkt auf dein Smartphone bekommen? Dann trage dich für unseren WhatsApp-Service ein unter http://tiny.cc/ran-whatsapp

US-Sport-Videos

US-Sport-News

US-Sport-Galerien

Die nächsten Spieltage

NFL 2019 / 2020