Aaron Rodgers fühlt sich pudelwohl. - Bildquelle: GettyAaron Rodgers fühlt sich pudelwohl. © Getty

Green Bay - Drei Spiele, drei Siege: Den Green Bay Packers ist wieder ein perfekter Start in die NFL-Saison gelungen, wie schon im Vorjahr. Und doch ist vieles anders.

Brachte Green Bay 2019 in den drei ersten drei Spielen zusammen gerade einmal 58 Punke zustande, sind es 2020 unglaubliche 122 (114 dabei von der Offense und Kicker Mason Crosby) - nicht nur der beste Wert ligaweit, sondern auch Franchise-Rekord.

Dabei ist das Personal mehr oder weniger dasselbe; die Packers verzichteten bekanntermaßen darauf, einen Wide Receiver im diesjährigen Draft auszuwählen. Was allerdings nur wenig ins Gewicht fällt, wenn der entscheidende Mann auf dem Feld wieder wie zu MVP-Zeiten spielt.

Quarterback Aaron Rodgers steht bei neun Touchdowns, 887 Yards und einer Completion-Rate von 67 Prozent, eine Interception warf er noch nicht. Zum Vergleich: 2019 hatte der 36-Jährige zum gleichen Zeitpunkt lediglich vier Touchdowns und 647 Yards zu Buche stehen.

 

Rodgers fühlt sich pudelwohl

"Ich fühle mich so viel wohler in der Offense in diesem Jahr", freute sich Rodgers nach dem 37:30-Erfolg bei den New Orleans Saints: "Du weißt nicht, wer das entscheidende Play macht, das macht uns schwer ausrechenbar."

Gegen die Saints spielte sich in Abwesenheit des eigentlichen Nummer-eins-Receivers Davante Adams beispielsweise Allen Lazard (146 Yards, ein Touchdown) in den Vordergrund, in Week 2 war es noch Running Back Aaron Jones mit 236 Scrimmage Yards.

Interessant: Zwischen 2011 und 2019 hatte Rodgers den Ball vor einem Pass durchschnittlich 2,89 Sekunden in der Hand, 2020 sind es nur noch 2,51 Sekunden. Die Packers harmonieren, alle sind auf einer Wellenlänge, viel öfter auf einer Seite des Playbooks als noch 2019.

 

Rodgers und LaFleur - ziemlich beste Freunde

Rodgers lobte in den vergangenen Wochen dementsprechend auch immer wieder die "gute Chemie" im Team, die "positiven Schwingungen". Auch mit Head Coach Matt LaFleur, mit dem Rodgers in zahlreichen Videotelefonaten in der Offseason eine "Freundschaft aufgebaut" habe.

2019 standen die Packers nach ihrem 3-0-Start am Ende bei 13-3 und erreichten das NFC Championship Game. Den ganz großen Wurf traute ihnen aber kaum jemand zu, zu knapp waren die Ergebnisse, zu bräsig die Offense.

2020 scheinen die Probleme in der Offense behoben, die Packers feuern aus allen Rohren. Und ein Rodgers, der sich wohl fühlt, ist bekanntlich jederzeit dazu in der Lage, beim Gegner genau das gegenteilige Gefühl hervorzurufen.

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