Texans at Steelers live im Livestream auf ran.de - Bildquelle: Getty ImagesTexans at Steelers live im Livestream auf ran.de © Getty Images

München/Pittsburgh - Am 3. Spieltag der NFL-Saison 2020 empfangen die Pittsburgh Steelers die Houston Texans (Sonntag, 27. September, 19 Uhr, live im Livestream ran.de). 

Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart benötigen die Houston Texans händeringend einen Sieg, um die Playoff-Chancen zu wahren. Die Pittsburgh Steelers wollen in der Erfolgsspur bleiben und den dritten Sieg im dritten Spiel einfahren. ran.de blickt auf das Duell der beiden Teams. 

Die wichtigsten Personalien und Storys

Run, Quarterback, Run

Das alteingesessene Motto "Defense wins Championships" mag zwar in der modernen, passlastigen NFL etwas aus der Mode gekommen sein, aber an der alten Weisheit ist was Wahres dran.  

Mike Tomlin, Head Coach der Pittsburgh Steelers, baut auf eine solche Defensivabteilung. Eine Defense, die den Sprung bis zur besagten Championship ermöglichen soll. 

"Das ist noch keine legendäre Defensive. Legendäre Defensiven liefern im Januar und Februar ab. Erst dann werden Nägel mit Köpfen gemacht," gab Tomlin auf einer Pressekonferenz zu Protokoll. 

Der Head Coach konstruierte bereits in der Vergangenheit grandiose Defensiven, unter anderem 2008, als die Steelers zuletzt den Super Bowl gewannen. Die Defensive von 2020 sorgte in den ersten beiden Saisonspielen bereits für Aufsehen. 

Gegen die hilflosen Offensive Lines der New York Giants und Denver Broncos sammelten sie ingesamt 72 Pressures und setzten den gegnerischen Quarterback bei knapp 42% der Snaps unter Druck - Ligabestwert. 

Über die Außen sorgen T.J. Watt und Bud Dupree für Alarm, durch die Mitte brechen Cameron Hayward, Stephon Tuitt oder Tyson Alualu immer wieder durch. 

One-Man-Show

Während bei den Steelers die Defensive das Prunkstück ist, blicken bei den Texans alle auf die Offensive, genauer gesagt auf Quarterback Deshaun Watson. Der 24-Jährige unterschrieb vor wenigen Wochen einen 160-Millionen-Vertrag und ist das Gesicht der Franchise. 

Mit den Texans verlor er die ersten beiden Saisonspiele. Zugegeben, gegen die Kansas City Chiefs und Baltimore Ravens darf man verlieren. Doch das Playoff-Fenster schließt sich mit jeder Niederlage etwas weiter. 

Die Offensive des Teams von Head Coach Bill O'Brien erzielte bisher 36 Punkte - Rang 27 in der NFL. Auch, weil seit dem Hopkins-Trade eine klare Nummer Eins auf der Receiver- Position fehlt. Brandin Cooks, Will Fuller oder Kenny Stills sind gut für tiefe Pässe und bringen eine Menge Geschwindigkeit mit, aber keiner konnte sich bisher als Anspielstation für jede "Lebenslage" etablieren. 

Zu Watsons großen Stärken zählt das Verlängern von Spielzügen. Wenn der Quarterback durch die Pocket manövriert oder dank seiner Athletik einem Passrusher entwischt, suchte er in der Vergangenheit stets Hopkins, der wusste, wo sein Signal Caller den Ball während des "Scramble Drills" platzieren wird. Eine solche Chemie ist mit den heutigen Passempfängern noch nicht zu erkennen.

Dementsprechend schwach sind die Zahlen von Watson, wenn die Defensive ihn unter Druck setzt: 18 Passversuche, sechs Completions, eine Intercpetion und acht Sacks. 

So lief's bisher

Pittsburgh Steelers

Das Team von Mike Tomlin erwischte einen dankbaren Start in die Saison. Am ersten Spieltag gastierten sie bei den New York Giants, ehe es nach Denver zu den verletzungsgeplagten Broncos ging. Zwei Spiele, deren Umstände den Steelers sehr entgegenkamen. Die bereits gelobte Defensive hielt die gegnerischen Offensiven in Schach und Quarterback Ben Roethlisbergers Formkurve zeigt nach überstandener Schulterverletzung nach oben. 

Der Routinier warf bisher für 540 Yards und fünf Touchdowns bei einer Interception. Dabei bedient er sich im Offensive-Arsenal der Steelers. Sechs verschiedene Spieler kommen bereits auf vier Catches oder mehr. Rookie Chase Claypool sorgte bereits für mehrere spektakuläre Spielzüge und kommt auf 25,4 Yards pro Catch (!). 

Von dem gut funktionierenden Passspiel profitiert das Laufspiel um Benny Snell und James Conner. Beide sammeln bisher pro Lauf durchschnittlich knapp über fünf Yards.

Houston Texans

Mit Deshaun Watson auf dem Feld dürften die Texans sich in jedem Spiel Siegchancen ausrechnen. Aber der Quarterback kann es nicht alleine richten. Besonders die Defensive entspricht keinem Team mit Playoff-Erwartungen. Gegen die Kansas City Chiefs und Baltimore Ravens gelang es der Defensivabteilung nicht, das gegnerische Laufspiel zu stoppen.

In den ersten zwei Partien kommen die Texans auf 20 Missed Tackles, ein zu hoher Wert, wenn man den Lauf stoppen will. Zudem kreierte die Defense noch keinen Turnover und ist damit neben den Detroit Lions das einzige Team, ohne einen Forced Fumble oder eine Interception. 

Positiv zu betrachten ist der Saisonstart von Running Back David Johnson. 111 erlaufene Yards, 48 erfangene Yards und zwei Touchdowns gehen bisher auf das Konto des ehemaligen Pro Bowlers, der in den letzten Spielzeiten oft mit Verletzungen kämpfte. 

Fantasy-Tipp: Diontae Johnson

Diontae...wer? Diontae Johnson! Der letztjährige Rookie etabliert sich mehr und mehr als Nummer-Eins-Receiver der Steelers. Bisher warf "Big Ben" das Leder 21 Mal in seine Richtung, der sechsthöchste Wert der gesamten NFL. Johnson fing 14 dieser Pässe für einen Raumgewinn von 149 Yards.

Gegen eine schwache Texans-Secondary, die alle Hände voll zu tun haben wird mit Johnson, Washington, Smith-Schuster, Claypool und Co. sollte sich dem Speedster jede Menge Möglichkeiten bieten, im NFL Fantasy Manager abzuliefern.

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