Hue Jackson: Sucht einen neuen Job. - Bildquelle: imago/Icon SMIHue Jackson: Sucht einen neuen Job. © imago/Icon SMI

München - Seine Meinung dürfte Hue Jackson ziemlich exklusiv haben. Denn seine Amtszeit bei den Cleveland Browns war nicht von Erfolg gekrönt, freundlich ausgedrückt.

Offen gesagt war sie eine Katastrophe. In 40 Spielen unter Jackson war die Franchise noch erfolgloser als sowieso schon, von 2016 bis 2018 holten die Browns ganze drei Siege. 2017 schafften sie sogar eine 0-16-Saison.

Entlassung 2018 nach Horrorbilanz

Nach einer 2-5-1-Bilanz in der Saison 2018 musste Jackson schließlich gehen. Es gibt wohl kaum jemanden in Cleveland, der dem Ex-Head-Coach eine Träne nachweint.

Vor allem gibt es wohl niemanden, der Jacksons Arbeit ernsthaft als erfolgreich bewerten würde.

Außer Hue Jackson selbst natürlich. 

Jackson denkt positiv

Der zog jetzt beim Radiosender "102.5 WFNZ Charlotte" eine außergewöhnlich positive Bilanz.

"Ich habe das vorher schon gesagt: In dieser Zeit war es wahrscheinlich mit das beste Coaching, das ich gemacht habe, im Gegensatz zu dem, was die Leute denken. Denn du versuchst immer alles, was du kannst, um einen Weg zu finden, um zu gewinnen", sagte Jackson, der sicher ist: Würde man sich intensiver mit seiner Zeit in Cleveland auseinandersetzen, würde man es besser verstehen.

Dass es mit den Siegen nicht so geklappt hat wie geplant, habe nicht immer an ihm gelegen, so Jackson: "Aber ich habe in dieser Situation viel gelernt. Ich kann ein paar großartige Dinge für meine Zukunft herausziehen."

Jackson war - zum Unmut einiger Browns-Stars wie Quarterback Baker Mayfield - kurz nach seiner Entlassung als Assistent zum AFC-North-Rivalen Cincinnati Bengals gewechselt. Auch dort wurde er nach der Saison entlassen.

Erfolglose Jobsuche

Heißt: Der 53-Jährige sucht einen neuen Job. Er denkt, dass er es immer noch kann. Auch als Head Coach. "Ich glaube an meine Zukunft", betonte er. In der Offseason bewarb er sich erneut bei den Bengals und als Offensive Coordinator bei den Arizona Cardinals. Das Ergebnis: Er sucht weiter.

Die Jobsuche bedeutet für ihn auch: Er muss die eigene Bilanz ein bisschen schönreden, um Werbung in eigener Sache machen zu können. Was nicht ganz einfach ist.

Denn seine Bilanz von 3-36-1 ist die schlechteste für einen Head Coach bei einem Klub, mit dem er mindestens 40 Spiele bestritten hat. Inklusive seiner Saison bei den Oakland Raiders steht er bei einer Bilanz von 11-44-1, das entspricht einer Siegquote von 20,5 Prozent.

Nur Bert Bell, der vor fast 80 Jahren in der NFL gecoacht hatte, war mit 17,9 Prozent noch schwächer. Es ist keine Frage, dass ein Head Coach sich mit dieser Aura nur schwer vermitteln kann.

Unstimmigkeiten mit dem kommenden Superstar

Auch, weil Mayfield öffentlich Jacksons Stil an den Pranger stellte.

 

"Die Situation in Cleveland bedeutet nicht, dass du nicht coachen kannst. Es gab viele großartige Coaches vor mir in Cleveland, die weggegangen sind und großartige Dinge geschafft haben", sagte er: "Manchmal ist die Situation unterschiedlich. Vielleicht hat es nicht gepasst, oder es war nicht der richtige Moment und man braucht die richtige Möglichkeit, um Erfolg zu haben."

Damit verwies er, ohne Namen zu nennen, auch auf Vorgänger wie Marty Schottenheimer und Bill Belichick. Beide starteten bei den Browns ihre Karrieren als Head Coaches, waren aber erst später erfolgreich. Bis zu den beiden ist es aber noch ein weiter Weg für Jackson.

Freundlich ausgedrückt.

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