Für dieses Trikot kassierte Garth Brooks den Shitstorm. - Bildquelle: 2020 Getty ImagesFür dieses Trikot kassierte Garth Brooks den Shitstorm. © 2020 Getty Images

München/Detroit - Ford Field. Das Stadion der Detroit Lions kocht. Mehr als 70.000 Fans sind da, verbreiten eine Mega-Stimmung.

Country-Größe Garth Brooks hat sie in der Hand, der US-Superstar wird sich später in den sozialen Medien bedanken: "Detroit. Du hast mich durch die Nacht getragen. Aber das hast Du immer", schrieb Brooks. "Ich liebe Dich!"

Visualisierte Verbundenheit

Diese Liebe will er visualisieren, trägt deshalb ein Trikot der Lions-Legende Barry Sanders mit der Nummer 20. 

Der frühere Running Back wurde 1989 im Draft an dritter Stelle von den Lions ausgewählt und spielte bis 1998 in Detroit, der Hall of Famer beendete dort auch seine Karriere. Er wurde in jedem Jahr in den Pro Bowl gewählt und kam auf 15.269 Yards und 109 Touchdowns. Für viele Lions-Fans ist er ohne Frage der GOAT unter den Running Backs.

"Ihr habt meiner Meinung nach den größten Spieler der NFL-Geschichte", sagte auch Brooks während des Konzerts.

Half alles nichts. Viele bekamen den Grund für das Jersey trotzdem nicht mit und zogen ihre eigenen Schlüsse. Die 20 auf dem Rücken, darüber der Name Sanders, und schon tobte der US-Wahlkampf.

Denn in dem tritt Bernie Sanders aktuell in den Vorwahlen der Demokraten an, um am Ende möglicherweise als Kandidat der Demokraten gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump anzutreten. Die Wahl findet am 3. November statt. Bernie Sanders ist 78.

Ja, tatsächlich: Viele Nutzer in den sozialen Medien, darunter auch Brooks-Fans, gingen davon aus, dass der Sänger das Konzert für ein Statement im Wahlkampf nutzte.

"Ich liebe dich, aber hasse das Shirt. Trump2020", schrieb einer. Oder: "Wenn das wirklich Garth ist, ist das sehr traurig. Du hast gerade einen Fan verloren. Trump2020."

Ein Fan nahm es mit Humor: "Warum hassen so viele Menschen eigentlich Barry Sanders?"

Schlimmer als der Trump-Spruch

Ein Fan erinnerte an den Fauxpas des Präsidenten selbst nach dem Triumph der Kansas City Chiefs gegen die San Francisco 49ers im Super Bowl. "Das ist schlimmer als Trumps Aussage, der Staat Kansas soll stolz auf Super-Bowl-Sieger Kansas City Chiefs sein."

Denn Barry heißt natürlich ebenso wenig Bernie wie Kansas City in Kansas liegt, sondern in Missouri.

Auf den Punkt brachte es aber ein anderer: "Jetzt weiß ich, wie Trump gewählt werden konnte." 

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