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Divisional Round live auf ProSieben MAXX

Jacksonville Jaguars at Pittsburgh Steelers: Ben Roethlisbergers offene Rechnung

Sind die Divisional-Playoffs gegen die Jaguars am Sonntag (ab 18.30 Uhr auf ProSieben MAXX und auf ran.de) Ben Roethlisbergers letzter Auftritt? Die Quarterback-Legende der Steelers will Spekulationen nicht befeuern. Er hat mit den Jaguars stattdessen noch eine Rechnung offen.

14.01.2018 17:21 Uhr / ran.de / Andreas Reiners

München/Pittsburgh - Ben Roethlisberger ist gewarnt. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Um das zu unterstreichen, tippt er nachdrücklich auf sein T-Shirt. Dort prangte die Nummer 50 seines verletzten Teamkollegen Ryan Shazier.

Klar: Der schwer verletzte Linebacker hat auf tragische Weise gezeigt, wie schnell es gehen, wie schnell eine Karriere theoretisch vorbei sein, wie schnell das letzte Spiel gespielt sein kann.

Jedes Spiel genießen

"Du musst jedes Spiel angehen, als sei es dein letztes. Denn du weißt nie, wann dein letztes Spiel sein wird. Du musst jedes Spiel genießen", sagt der Quarterback der Pittsburgh Steelers vor den Divisional-Playoffs gegen die Jacksonville Jaguars am Sonntag (ab 18.30 Uhr auf ProSieben MAXX und auf ran.de).

 

Nun neigt sich die erfolgreiche Laufbahn Roethlisbergers auch ohne schwere Verletzung dem Ende zu. Das Spiel gegen die Jaguars könnte möglicherweise sein letzter großer Auftritt in der NFL sein. Der 35-Jährige hatte in der letztjährigen Offseason bereits offen über sein Karriere-Ende nachgedacht. Zuletzt tat er das nochmals im Oktober.

Die Pointe: Big Ben tat das nach einem für ihn desaströsen 9:30 gegen die Jaguars, bei dem er fünf Interceptions warf, sein persönlicher Negativrekord.

"Ich spiele nicht gut genug. Vielleicht habe ich es nicht mehr", hatte die QB-Legende damals gesagt.

Klar schien bereits damals: Diese Saison könnte tatsächlich die letzte des zweimaligen Super-Bowl-Gewinners sein. Auch wenn die Steelers nach der peinlichen Packung zehn Spiele gewannen und nur das gegen die New England Patriots verloren.

Big Bens letztes Spiel?

Es ist aber zumindest sehr wahrscheinlich, dass die Partie gegen die Jaguars sein vorerst letztes Spiel im heimischen Heinz Field sein wird. Denn sollten sich die Steelers durchsetzen und die Patriots ihrer Favoritenrolle gegen die Tennessee Titans (in der Nacht auf Sonntag ab 02.15 Uhr auf ProSieben und auf ran.de) gerecht werden, wären die Conference-Championships ein Auswärtsspiel, der Super Bowl sowieso.

Roethlisberger will die Spekulationen aber gar nicht erst befeuern, er wiegelt ab. "Ich denke nicht, dass es mein letztes Spiel ist. Ich denke darüber im Moment aber auch nicht nach. Ich spiele dieses Spiel und gebe alles, was ich kann", sagt er.

Das muss er auch, schließlich spielt er gegen "Sacksonville". Oder wie Roethlisberger es sagt: "Eine der besten Defenses, gegen die ich jemals gespielt habe." Das waren bei 220 Spielen im Laufe seiner Karriere einige. Er ist also auch in diesem Fall vorgewarnt.

"Das alles spricht für sich"

Roethlisberger weiß: "Es ist alles, nicht nur eine Sache. Es sind Pass Rush, Linebacker, Secondary, ihre Statistiken. Das alles spricht für sich."

Die Jaguars haben die zweitbeste Defense der Liga, sie ließen im Schnitt nur 16,8 Punkte zu, dazu 286,1 Yards pro Spiel. Im Wild Card Game kamen die Buffalo Bills auf drei Punkte und 263 Yards.

Nur eine Heimpleite in Divisional Playoffs

Aber: Die Steelers können auf ihre Heimstärke zählen. In der Super-Bowl-Ära weisen sie in Divisional-Round-Heimspielen eine Bilanz von 12-1 auf. Die einzige Heim-Niederlage gab es 1993 gegen die Buffalo Bills. Seitdem haben die Steelers sieben Heimspiele in Folge in der Divisional Round gewonnen.

Und: Wenn Roethlisberger ein QB-Rating von über 85 hatte, war die Sache im Grunde klar. Zwölfmal war das der Fall, elf Siege gab es für die Steelers. Auch die Erfahrung spricht für das Heimteam, immerhin haben die Steelers in den vergangenen zehn Jahren 14 Playoff-Spiele (8-6) absolviert, die Jaguars nur drei (2-1).

Jaguars mit Erfolgs-Historie in Pittsburgh

Wobei: Wenn jemand in Pittsburgh gleich zweimal gewinnen kann, dann die Jaguars. 2007 schafften sie das Kunststück schon einmal, 29:22 in Woche 15 und 31:29 im Wild Card Game. Ein gutes Omen? Keinem anderen Team gelang dies in der Geschichte der NFL.

Revanche oder Rente - Roethlisberger ist es komplett egal. Er will davon nichts hören. "Es ist die Postseason. Da spiele ich gegen jeden. Die Möglichkeit hier zu sein und wie speziell es ist, sollte von Bedeutung sein", sagt er.

Er weiß schließlich, wie schnell alles vorbei sein kann.

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