Noch ist die Saison noch jung und man hat so ein bisschen das Gefühl, das ein oder andere Team muss sich noch finden.

New England zum Beispiel. Letzte Woche sind sie noch von Miami vorgeführt worden, gestern dann mit einem souveränen Sieg gegen die Minnesota Vikings.

Dallas ist ein weiteres Beispiel. Im ersten Spiel mit einem indiskutablem Tony Romo gegen die 49ers untergegangen, aber gegen die Tennessee Titans mit einem klaren Sieg. Es wird noch ein paar Spieltage dauern bis sich die Favoriten abheben, zumal sogar Seattle gegen San Diego ins Stolpern kam.

Für mich ist der Saisonbeginn immer ein guter Zeitpunkt, um die QBs der Liga rauszustellen, die in Zukunft den Unterschied ausmachen können.

Platz 6: Matthew Stafford (Detroit Lions)

Stafford ist ein klassischer Team Leader. Er peitscht die Mannschaft nach vorne, egal wie aussichtslos man hinten liegt. Er weiß, wie man sich Zeit verschafft, um unter Druck noch den Pass an den Mann zu bringen. Er kann selbst mit dem Ball laufen und ist hart im Nehmen.

Und er ist vor allem ein QB, der ein Spiel in letzter Sekunde rumreißen kann.
Die Lions haben ihn in der Vergangenheit zu oft werfen lassen (2012 waren es 732 Pässe, der damalige Bestwert in der NFL), was auch 73 Interceptions in 61 Spielen zur Folge hatte.

Aber mit einer ausgewogenen Lauf und Pass Offense, mit "Megatron" Calvin Johnson "81" als Passempfänger und etwas weniger Risikobereitschaft kann Stafford immer den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage machen.

Platz 5: Tom Brady (New England Patriots)

Wie gut Tom Brady immer noch ist, hat er letzte Saison bewiesen. Obwohl er fast die ganze Saison auf seine besten Angriffswaffen wie TE Rob Gronkowski verzichten musste, brachte er die Patriots einmal mehr in das AFC Championship Game und musste sich lediglich seinem alten Widersacher Peyton Manning geschlagen geben. Es war wahrscheinlich die beste, weil die schwierigste Saison seiner Hall-of-Fame-Karriere.

Die Niederlage gegen Miami im ersten Spiel hat er abgeschüttelt wie ein nasser Hund den Regen. Und während sich die Experten schon gefragt haben, ob er langsam alt wird hat er die Pats gewohnt cool zum 30 - 7 Sieg über die Minnesota Vikings geführt. 

Seit seiner ersten Saison vor über 13 Jahren ist er mit seinem Team immer im Rennen um den Superbowl dabei. Wie ein guter Rotwein, je älter desto besser.

Platz 4: Andrew Luck (Indianapolis Colts)

Nachdem die Colts Peyton Manning zu früh abgeschrieben und nach Denver haben ziehen lassen, gab es eine kurze, düstere Zeit in Indianapolis.

Doch dann kam Andrew Luck. Der Traum eines jeden Head Coaches. Denn: Der Held der Stadt(Manning) hat uns verlassen. Der Head Coach ist ein Jahr schwer krank (Chuck Pagano). Der beste WR (Reggie Wayne) schwer verletzt. Na und. Hier kommt der neue Hercules, der Lucky Luke unter den QBs. 11-5 in seinen ersten beiden Spielzeiten.

Da bekommt man als Gegner jetzt schon Angst, denn was passiert erst, wenn Luck ein erfahrener Veteran wird? Der Mann wirft Pässe die wehtun beim Fangen. Wenn die Nr. 12 der Colts anfängt zu laufen, hast du das Gefühl ein Zug kommt um die Ecke.

Egal welchen Team-Manager der NFL du fragen würdest, mit wem er die nächsten 5-10 Jahre als QB verbringen will – er kann nur Andrew Luck haben wollen.
Falls nicht müsste man ihn feuern, und zwar ganz schnell.

Platz 3: Drew Breese (New Orleans Saints)

Man muss einen QB auch immer an der Mannschaft messen, die er anführt.
Drew Brees hat mit den Saints eine Mannschaft übernommen, die immer als ganz gut aber nie als Top-Team eingestuft wurde.

Es gab nicht wenige die gesagt haben, New Orleans wird niemals einen Superbowl gewinnen. Bis die Nummer 9 kam, sah und siegte.

Ein Passing Rekord nach dem anderen und der Superbowl-Sieg 2009 gegen Peyton Manning und die Colts haben wieder mal bewiesen, dass auch ein kleiner QB die Fähigkeit hat, ein ganz Großer zu werden.
Seitdem sind die Saints jedes Jahr immer wieder im Rennen um den Titel.
Und mit 35 Jahren hat Brees immer noch genug Lust und Power vielleicht noch einen Superbowl nach New Orleans zu bringen.

Platz 2: Aaron Rodgers (Green Bay Packers)

Auch wenn Rodgers immer so aussieht, als wäre ihm völlig egal ob er gewinnt oder verliert, der Mann ist eine Waffe als QB. Wie ein Offizier der schon lange dabei ist und vieles gesehen hat führt Rodgers sein Team in jedes Spiel.

Mit dem Superbowl Sieg vor ein paar Jahren hat er eine Stadt glücklich gemacht, die nur für dieses eine Ziel lebt. Sein Denkmal wird gleich neben Vince Lombardy und Brett Favre stehen. Wie wichtig er für Green Bay ist hat man letztes Jahr gesehen, als er fast zwei Drittel der Saison verletzt war und es trotzdem noch geschafft hat, die Packers in den letzten Spielen in die Playoffs zu bringen.

Kaum ein anderer hat so ein gutes Auge für das Spiel. Er erkennt und liest die Defense so gut wie kaum ein anderer. Kann aus jeder Situation den tödlichen Pass werfen. Und obwohl er nicht wirklich schnell ist, kann Rodgers immer entscheidende Yards selber erlaufen. Der Ideale verlängerte Arm des Coaches. Ohne Rodgers wäre die NFL ein Stück ärmer.

Platz 1: Peyton Manning (Denver Broncos)

Wie oft hat man Peyton Manning schon abgeschrieben? In Indianapolis, weil er die ersten Playoff-Spiele gegen Tom Brady und die Patriots regelmäßig verloren hat. In Denver, weil man nicht sicher war, ob sein Nacken die Strapazen der NFL übersteht.

Aber Manning ist auch diese Saison wieder der QB, vor dem sie alle Angst haben. In einer Zeit, in der immer mehr Coaches auf QBs setzten, die einen überragenden Wurfarm und schnelle Beine haben, ist Peyton Manning ein QB, der die Gegner im Kopf schlägt.

Keiner in der NFL weiß so genau, wo der beste Receiver für den entscheidenden Pass steht. Manning scannt das Spielfeld schon vor dem Snap und sieht genau die Lücke in der Verteidigung.
Wahrscheinlich ist er der letzte einer aussterbenden Art. Ein Old Style QB, dem jeder noch einen Superbowl-Sieg gönnt. Der Silberrücken der Liga. Go Omaha.

Bis nächste Woche! 

Jan Stecker #7

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