Die Verhandlungen zwischen Nick Bosa und den San Francisco 49ers ziehen sich... - Bildquelle: imago images / Icon SMIDie Verhandlungen zwischen Nick Bosa und den San Francisco 49ers ziehen sich in die Länge © imago images / Icon SMI

München/San Francisco - Wiederholt sich bei Nick Bosa die Geschichte seines Bruders? Als Joey Bosa im Jahre 2016 als Third-Overall-Pick bei den damals noch in San Diego beheimateten Chargers landete, folgten wochenlange Querelen um seinen Vertrag. Bosa war unter anderem nicht damit einverstanden, dass der Signing Bonus von 17 Millionen US-Dollar auf mehrere Jahre verteilt werden sollte.

Die Folge: Joey Bosa verpasste die komplette Saisonvorbereitung. Spieler und Team beschuldigten sich öffentlich. Erst am 29. August, also wenige Tage vor dem Saisonstart, unterschrieb der Defensive End seinen Vertrag. Weil ihn zudem noch eine Knieverletzung plagte, stieg Bosa erst in Woche 5 ein.

Bei seinem jüngeren Bruder Nick Bosa, der im Draft 2019 von den San Francisco 49ers an Position zwei gedraftet wurde, ist eine ähnliche Entwicklung zu befürchten. Tatsache ist: Der 21-Jährige ist einer von sechs Erstrunden-Picks, die ihren Vertrag noch nicht unterschrieben haben (siehe Galerie: Bosa & Co: Erstrundenpicks 2019 ohne Vertragsunterschrift).

Möchte die Seite von Nick Bosa das Team hinhalten, um erneut beste Bedingungen durchzuboxen?

Dies wäre nicht untypisch für die Berater-Agentur Creative Artists Agency, die neben Nick auch dessen Bruder Joey und 49ers-Defensive-End Solomon Thomas vertritt. Thomas war 2017 der Third-Overall-Pick der 49ers. Auch hier ergaben sich mehrwöchige Verhandlungen rund um den Vertrag. Erst am ersten Tag des Trainingslagers unterzeichnete Thomas damals sein Arbeitspapier.   

Nick Bosa über Vertragsverhandlung: Ich bin geduldig

Und was sagt Nick Bosa zu seiner Vertragssituation? "Damit beschäftige ich mich nicht wirklich. Ich lasse meine Agenten das tun. Ich werde sie wahrscheinlich während dieses Prozesses mal danach fragen. Aber ich weiß, dass so etwas ein bisschen dauert, also bin ich einfach geduldig", antwortet er.

Die San Francisco 49ers beginnen am 26. Juli ihre offizielle Saisonvorbereitung. Grundsätzlich wäre also noch genug Zeit, um sich zu einigen. Zumal die Höhe des Gehalts bei den gedrafteten Rookies ohnehin reglementiert ist. Laut dem Online-Portal spotrac.com wird Bosa ein Signing Bonus von 22.335.889 Dollar und - über vier Jahre verteilt - ein Gehalt von 33.434.347 Dollar kassieren.

Dafür aber gibt es unzählige Nebenaspekte, über die frei verhandelt werden darf. Wann wird der Signing Bonus ausbezahlt? Welche Strafen könnte ein Team dem Spieler bei einem Fehlverhalten auf oder neben dem Platz aufbrummen? Wie wäre ein Teamwechsel finanziell zu behandeln? Solche und ähnliche Fragen sind Bestandteil typischer Vertragsverhandlungen.

NFL Network Insider Ian Rapoport sagte, dass zwar noch genug Zeit sei, man aber angesichts der Vorgeschichte mit Joey Bosa und der "Vertragssprache, die die 49ers anwenden" diese Problematik im Auge behalten müsse.

Trotz Oberschenkelverletzung optimistisch

Eine weitere Parallele zu seinem Bruder ist, dass Nick körperlich nicht unbelastet in die Saison geht. Eine Oberschenkelverletzung, die er sich direkt im zweiten Tag bei den OTAs zuzog, hat ihn in der Offseason beeinträchtigt. Dennoch geht Bosa davon aus, dass er zu Beginn des Trainingslagers fit sein wird: "Ich denke, es wird mir dann gut gehen."

Was Mut macht: Sein Bruder spielte trotz der damaligen Vertragsstreitigkeiten und der Verletzung 2016 eine phänomenale Saison und wurde zum Rookie of the Year ernannt.

Zumindest in dieser Hinsicht wäre es also im Interesse der 49ers und Bosa, wenn sich die Geschichte wiederholt.   

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