Josh Rosen: Trade oder kein Trade? - Bildquelle: 2018 Getty ImagesJosh Rosen: Trade oder kein Trade? © 2018 Getty Images

München – Die Trennung war schleichend. Unerträglich langsam. Unfair. Und klar: Die kleinen, aber feinen Nadelstiche ließen nicht lange auf sich warten.

Zuerst entfolgte Josh Rosen den Arizona Cardinals auf Instagram. Dann auf Twitter.

Auch ein Statement. Sogar noch ein recht "freundliches", wenn man bedenkt, dass der Quarterback angeblich tatsächlich erst kurz vor der Verkündung von Kyler Murray als Nummer-eins-Pick der Cardinals von den Plänen erfahren hat. Von seinem Agenten, wie Sports Illustrated berichtet. Erst Minuten später erhielt er den Anruf des neuen Head Coaches Kliff Kingsbury.  

 

Es ist das "Sahnehäubchen" für den letztjährigen Nummer-zehn-Pick, der die Gerüchteküche, die das Szenario mit Murray und einer Trennung von ihm vorhersagte, monatelang stillschweigend verfolgte. Stattdessen hörte er sich ein Loblied der Cardinals nach dem anderen an und stand bei Trainingsbeginn als erster Spieler auf der Matte. 

So gesehen dürfte der Murray-Pick für Rosen auch keine große Überraschung mehr gewesen sein, wohl aber der Tiefschlaf der Cardinals. 

Denn einen (eigentlich logischen) Trade hat die Franchise bislang nicht eingetütet. Weniger noch: Laut Sports Illustrated haben die Verantwortlichen um General Manager Steve Keim sogar erst kurz vor dem Start des Draft damit angefangen, Verhandlungen zu starten.

Drei Teams gab es, die bereits im Vorfeld als potenzielle Kandidaten galten: Die New York Giants, die Washington Redskins und die Miami Dolphins. Das Problem: Die Cardinals wollten im Gegenzug einen Erstrunden-Pick. Zu hoch gepokert: Die Giants schnappten sich mit Pick Nummer sechs Daniel Jones, die Redskins an 15. Stelle Dwayne Haskins.

Dolphins bleiben übrig

Bleiben die Dolphins, mit denen die Cards nun offenbar tatsächlich verhandeln. Druck hat aber keiner von beiden.

Keim sieht nicht ein, Rosen unter Wert abzugeben. "Manche mögen sagen, dass es ungünstig wäre, beide zu haben, aber das stört mich nicht. Ich habe keinen Grund, ihn abzugeben." In der Tat hätten die Cardinals dann zwei aussichtsreiche Talente, die sich um den Starter-Job duellieren. Gleichzeitig haben die Dolphins Ryan Fitzpatrick als Übergangslösung und bei ihrem Umbruch den Draft 2020 im Fokus, demnach auch keine Eile, Rosen jetzt unbedingt zu verpflichten. 

Aus dem Umfeld des Spielers heißt es aber, dass Rosen vom Verhalten der Cardinals enttäuscht und verärgert sei. Mit den Unfollows von Rosen ist die Geschichte noch nicht vom Tisch, gut möglich, dass er einen Trade weiter forciert. Fortsetzung folgt.

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