Mit Tremon Smith könnte den Kansas City Chiefs ein echter Coup gelungen sein - Bildquelle: Twitter @ChiefsMit Tremon Smith könnte den Kansas City Chiefs ein echter Coup gelungen sein © Twitter @Chiefs

München/Kansas City – Die größte Kunst im Draft liegt darin, in den späten Runden Spieler auszuwählen, die sonst niemand auf der Rechnung hatte und dennoch zu NFL-Superstars mutieren. Möglicherweise könnte Cornerback Tremon Smith, der von den Kansas City Chiefs in der 6. Runde an Position 196 gedraftet wurde, ein solcher Draft-Steal sein.

Der 21-Jährige gilt nämlich als der große Gewinner des dreitägigen Rookie-Minicamps. Der Lohn ist ein Vierjahresvertrag über 2,6 Millionen US-Dollar. Er war damit der erste Rookie der Chiefs, der einen Vertrag unterschrieben hat. Zudem hat er die Aussicht, möglicherweise die Nachfolge von dem zu den Los Angeles Rams abgewanderten Marcus Peters antreten zu können.

Komplimente vom General Manager

"Smith hat in unserem Minicamp enorm abgeliefert", lobt Chiefs-General Manager Brett Veach. "Er hat einfach ein Näschen für Football. Zudem erfüllt er alle physischen Attribute, nach denen du bei einem Cornerback suchst. Uns gefallen seine Fähigkeiten sehr und wir glauben, dass er sich zu einem richtig guten Spieler entwickeln kann."

Der Grund dafür, dass Smith erst so spät gedraftet wurde, könnte darin liegen, dass Smith mit den Central Arkansas Bears in der landesweit nicht so beachteten Southland Conference gespielt hat und mit einer Körpergröße von 1,83 Meter auch verhältnismäßig klein ist.

Genauso schnell wie Denzel Ward

Athletisch jedoch erfüllt er alle Voraussetzungen. Beim Pro Day legte er die 40 Yards in wahnsinnig schnellen 4,32 Sekunden zurück. Damit ist er genauso schnell wie der an Nummer 4 von den Cleveland Browns gepickte Denzel Ward.

Am College fing er alleine in der vergangenen Saison fünf Interceptions. Chiefs-Scout Willie Davis sagt: "Dass er schnell ist, sieht ja jeder. Wirklich beeindruckend ist aber, wie oft er in die Nähe des Balles gelangt. Sobald der Ball die Hand des Quarterbacks verlässt, befindet er sich in der Zone des Balles."

Auch wenn er sich noch an das hohe Niveau der NFL gewöhnen muss, ist das Trainerteam zuversichtlich, dass Smith schnell bei den Chiefs funktionieren würde. Was dafür spricht: Smith hat am College fast immer Press-Man-Coverage gespielt. Genau die selbe Deckungsvariante bevorzugt Head Coach Andy Reid bei den Chiefs.

Als Punt-Returner sofort ein Gewinn

Während er bei den Cornerbacks sich erst noch gegen die Konkurrenten Kendall Fuller, Steven Nelson und David Amerson durchsetzen muss, dürfte er als Punt-Returner schneller eine tragende Rolle einnehmen. Am College übernahm er häufig diese Funktion. "Bei den Special Teams wird er dem Team sofort helfen können", sagt Davis.

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