Robbie Gould: Wie geht es für ihn weiter? - Bildquelle: imago/Icon SMIRobbie Gould: Wie geht es für ihn weiter? © imago/Icon SMI

München - Es gibt so Geschichten, die schreien geradezu nach einem Happy End. Weil es für - zumindest fast - alle Seiten erfüllend wäre. Es ist ein bisschen Liebesgeschichte, ein Hauch Romantik, dazu aber auch knallhartes Kalkül.

Doch man kennt das ja bei diesen Geschichten, die so einfach sein könnten: Es ist nämlich kompliziert.

Denn Robbie Gould darf nicht gehen. Die San Francisco 49ers lassen ihren Kicker nicht ziehen, auch wenn der unbedingt zu seiner alten Liebe zurück möchte. Und zu seiner Familie.

Denn Gould hat elf Jahre für die Chicago Bears gespielt, hat vor allem die Stadt schon lange in sein Herz geschlossen, nennt sie sein Zuhause. 

Dort hat er seinen Lebensmittelpunkt und vor allem seine Frau und seine drei kleinen Kinder. Mit seinen 36 Jahren weiß er, was er will und was zählt: Seine Liebsten und die Zeit, die er mit ihnen verbringen kann. Bei den 49ers ist er die meiste Zeit von der Familie getrennt.

Familie entscheidet

"Ich bin an einem Punkt in meiner Karriere angelangt, an dem meine Familie die Entscheidungen diktiert, die ich treffe", sagte Gould.

Jetzt trifft es sich ganz gut und ist ja auch irgendwie lustig und nicht ohne eine Portion Ironie, dass die Bears einen Kicker gebrauchen könnten. 

Denn seit sie ihren letzten guten Kicker 2016 entlassen haben, verfolgt sie das Pech auf dieser Position, 2018 vorläufig gekrönt vom "Double-Doink" durch Cody Parkey, gefolgt vom bitteren Playoffs-Aus gegen die Philadelphia Eagles und auch dem Aus für Parkey.

Der entlassene Kicker 2016 war natürlich Robbie Gould. Er hat seitdem übrigens in drei Jahren 82 seiner 85 Field Goals verwandelt. Viele gute Gründe für die 49ers, den Liebes-Crasher zu spielen.

 

Parallel machen sich die Bears mit ihrer wahnwitzigen Comedy-Suche nach dem x-ten Nachfolger mehr und mehr zum Affen. Eddy Pineiro und Elliott Fry sind bei einer Art "Casting" übrig geblieben und ermitteln den Sieger. 

Gould will ganz offiziell einen Trade, die 49ers haben ihn aber mit einem Franchise Tag über rund fünf Millionen Dollar belegt, den er noch nicht unterschrieben hat. Die Bears schweigen. Vertrackt.

Der Agent kümmert sich

"Es ist eine komplizierte Situation", sagte Gould, der das Thema seinem Agenten übergeben hat. "Wenn irgendetwas aufkommt, ich eine Entscheidung treffen oder wissen muss, lässt er es mich wissen. Aber im Moment gibt es nichts zu wissen."

Dabei schreit doch alles nach einem Happy End.

Andreas Reiners

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