Die Schiedsrichter sorgten mit mehreren fragwürdigen Calls für Unmut bei den... - Bildquelle: Getty ImagesDie Schiedsrichter sorgten mit mehreren fragwürdigen Calls für Unmut bei den Patriots. © Getty Images

München/Foxborough - Am Sonntag erlebten die New England Patriots bei der 16:23-Heimniederlage gegen die Kansas City Chiefs einen herben Dämpfer und gingen nach der Pleite gegen die Houston Texans zum zweiten Mal in Folge als Verlierer vom Platz. Dabei hielten die Patriots den Gegner in der zweiten Halbzeit bei lediglich drei Punkten und waren drauf und dran, das Spiel auszugleichen.

Mit 13:22 Minuten auf der Uhr im vierten Viertel konnte sich Wide Receiver N'Keal Harry an der linken Seitenauslinie nach Pass von Quarterback Tom Brady gleich gegen mehrere Verteidiger durchsetzen und hechtete in die Endzone. Der Touchdown wurde allerdings nicht gegeben, da Harry zuvor mit einem Fuß im Aus gewesen sein soll, bevor er die Endzone erreichte.

Schiedsrichter mit mehreren strittigen Calls

Besonders unangenehm wurde diese Einschätzung für den amtierenden Super-Bowl-Champion, da die Schiedsrichter kurz zuvor bereits einen Fumble von Kansas Tight End Travis Kelce nicht ahndeten und Head Coach Bill Belichick eine Coaches-Challenge nutzen musste, um die Entscheidung zu prüfen. Damit war eine weitere Challenge bei der Harry-Szene nicht mehr möglich.

Auch eine Pass Interference gegen Wide Receiver Philipp Dorsett bei dritten Versuch 3:31 Minuten vor Spielende tief in der Redzone der Chiefs wurde von den Schiedsrichtern nicht geahndet.

Die Aufregung danach war entsprechend groß. Harry selbst erklärte nach der Partie: "Ich glaube, es war ein Touchdown und ich bin mir ziemlich sicher, dass das alle anderen auch so gesehen haben. Es ist einfach frustrierend."

Hauptschiedsrichter verteidigt Entscheidung

Nach der Partie stellte sich Hauptschiedsrichter Jerome Boger den anwesenden Medienvertretern und erklärte gegenüber "ESPN", warum nicht auf Touchdown entschieden wurde.

"Es hat zur Entscheidung geführt, dass die Sicht des Schiedsrichters an der Seitenlinie von Verteidigern blockiert wurde. Der Schiedsrichter am Ende des Feldes an der Goal Line hat gesehen, dass der Spieler an der Drei-Yard-Linie mit dem Fuß im Aus war. Darum haben sich die beiden Unparteiischen beraten und schlussendlich die Entscheidung gefällt", erklärte der 64-Jährige.

 

Der Hauptschiedsrichter sah somit keine Notwendigkeit, die Szene per Videobeweis zu überprüfen: "Nicht wirklich. Die beiden Schiedsrichter, die die Aktion bewertet haben, sehen die Szene in Echtzeit."

Und weiter: "Der Fall ist einzigartig, weil der Schiedsrichter, der den Touchdown gegeben hätte, den Spieler zu kurz (nicht in der Endzone, Anm. d. Red.) gesehen hat. Also hätte der entscheidende Schiedsrichter an der Goal Line auf Touchdown entschieden, hätten wir das (eine Video Review, Anm. d. Red.) womöglich in Betracht gezogen, aber er hat den Spieler als Out of Bounds gewertet."

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