Der Kickoff soll sicherer werden. - Bildquelle: imago/UPI PhotoDer Kickoff soll sicherer werden. © imago/UPI Photo

München – Die NFL macht beim Thema Kickoff offenbar bald Nägel mit Köpfen. In der kommenden Woche sollen beim Spring League Meeting in Atlanta verschiedene mögliche Regeländerungen besprochen und möglicherweise auch verabschiedet werden.

Zahlen zeigen: Gehirnerschütterungen passieren bei Kickoffs fünfmal häufiger als sonst während eines Spiels. Eine alarmierende Statistik für die Liga. Deshalb wurden Lösungen gesucht, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren, indem vor allem die enormen Geschwindigkeiten, mit der beide Mannschaften aufeinanderprallen, verringert werden.

Die Vorschläge stammen von einem "Safety Summit", der zuletzt in New York abgehalten wurde. Unter dem Strich machen die Änderungen die Kickoffs dem Punt ähnlicher. Damit die Änderungen für die Saison 2018 in Kraft treten können, ist eine Zweidrittel-Mehrheit der Teambesitzer nötig.

Hier einige Vorschläge in der Übersicht:

1. Spieler des Kicking Teams können sich nicht mehr mehr als ein Yard vom Kickoff-Punkt entfernt aufstellen. Bisher ist es möglich, sich fünf Yards entfernt aufzustellen, was einen besseren Anlauf ermöglicht.

2. Der Wedge Block wurde abgeschafft. Dem Return-Team ist es nicht mehr erlaubt, dem Returner den Weg durch zwei sich gegenseitig festhaltende Blocker freizuräumen. Die sogenannten Wedge-Blocks sind eine der häufigsten Ursachen für Gehirnerschütterungen.

3. Bis der Ball berührt wurde oder auf dem Boden aufkommt, darf kein Spieler des Receiving Teams die Restraining Line (im Normalfall die eigene 45-Yard-Linie) übertreten oder einen Block einleiten. Das zwingt die Blocker des Receiving Teams zurückzulaufen und zu blocken, was die Chance eines Zusammenpralls in Hochgeschwindigkeit deutlich reduziert.

4. Wenn der Ball in die Endzone gelangt, ist es automatisch ein Touchback. Ein Spieler muss den Ball also nicht mehr fangen und sich dann hinknien.

Gehirnerschütterungen haben zugenommen

Die Liga hatte im Januar Daten veröffentlicht, die zeigen, dass Gehirnerschütterungen zwischen 2016 und 2017 um 13,5 Prozent zugenommen haben (243 zu 281). Mit insgesamt 48 Regeländerungen seit 2002 hat die NFL versucht, die Spieler besser zu schützen, unter anderem mit Aufklärungsarbeit, einem großen medizinischem Team bei den Spielen und dem sogenannten Concussion Protocol.

Daneben gab es bereits eine einschneidende Regeländerung für 2018: die neue Helmet-Hit-Regel. In Zukunft ist es ein Foul, wenn ein Spieler den Kopf senkt und mit dem Helm voran den Kontakt mit dem Gegner sucht. Diese neue Regel soll möglicherweise sogar noch ausgeweitet werden.

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