Lamar Jackson sprang beim entscheidenden Touchdown zum Sieg gegen die Kansas... - Bildquelle: imago images/UPI PhotoLamar Jackson sprang beim entscheidenden Touchdown zum Sieg gegen die Kansas City Chiefs spektakulär in die Endzone © imago images/UPI Photo

München - Auch die ganz Großen haben ihre persönliche Nemesis. Für Tom Brady wurde Eli Manning zum Super-Bowl-Schreck. Mit den Cincinnati Bengals hat eine ganze Franchise in "Big Ben" Roethlisberger ihren Angstgegner gefunden.

Und auch Lamar Jackson hatte sein eigenes Kryptonit: Patrick Mahomes und dessen Kansas City Chiefs. Hatte... Denn beim 36:35 seiner Ravens im Sunday Night Game gegen die Chiefs zog sich der Ravens-Quarterback an den eigenen Haaren aus dem Sumpf. Dabei sprach noch im ersten Viertel vieles für die vierte Niederlage Jacksons im vierten Duell gegen Mahomes, und ein weiteres persönliches Fiasko für Jackson.

 

Zwei Interceptions im ersten Viertel

Sein erster Drive endete nach nicht einmal einer Minute in einem Pick Six durch Tyrann Mathieu. Noch im ersten Viertel legte Mathieu eine weitere Interception gegen Jackson nach. Da war es wieder, das Kryptonit im Chiefs-Kostüm.

Doch der 24-Jährige blieb unbeeindruckt, erinnerte sich nach dem Spiel an seine Gedanken nach dem zweiten Pick: "Ich war angefressen. Ich habe versucht, etwas zu erzwingen und es zu schnell zu machen, anstatt uns Zeit zu lassen und den Ball über das Feld zu tragen, wie wir es sonst tun. Ich musste konzentriert bleiben. Ich wusste, dass mein Team auf mich schaut. Wenn ich Mist baue, werden sie sagen: 'Verdammt, was machst du da?' Aber meine Jungs haben mir den Rücken gestärkt."

 

Touchdown-Flick-Flack und historischer vierter Versuch

Was folgte, war eine Jackson-Gala mit 239 Passing Yards und zwei Touchdown-Pässen sowie 107 Rushing Yards und einem Touchdown-Lauf – oder besser Touchdown-Salto. Denn mit einer etwas unkonventionellen Version sprang Jackson spektakulär in die Endzone und drehte so im Schlussviertel die Partie.

Am Ende wagte Jackson sogar Historisches, als er als erst zweiter in Führung liegender Quarterback der letzten 21 Jahre in der Schlussminute einen vierten Versuch ausspielte. Head Coach John Harbaugh fragte seinen Signal Caller, ob er den Versuch für einen Yard zum neuen First Down wirklich gehen wolle. Jacksons Antwort: "Hell, yeah!" Der Versuch gelang. Das First Down war gerettet und der Fluch endgültig gebannt.

 

Ein Sieg auch über die Zweifler an Lamar Jackson

"Ich bin froh, dass wir diesen Fluch los sind", sagte Jackson, der vor dem Spiel noch alles tat, um eine Reduzierung des Spiels auf das Duell Jackson vs. Mahomes zu verhindern.

Doch für ihn war es nicht nur ein Sieg über den eigenen Angstgegner, sondern auch über die Erwartungshaltung von außen an den MVP von 2019, der doch immer wieder an Patrick Mahomes gemessen wurde und es seinen Kritikern mit seinem unkonventionellen Quarterbackspiel nie wirklich recht machen konnte.

Doch viel Zeit zum Innehalten gönnt er sich nicht: "Wir müssen jetzt nach Detroit weiterziehen. Wir haben den Super Bowl noch nicht gewonnen."

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