Le’Veon Bell könnte in den nächsten Tagen einen neuen Vertrag bei den Pittsb... - Bildquelle: ImagoLe’Veon Bell könnte in den nächsten Tagen einen neuen Vertrag bei den Pittsburgh Steelers unterschreiben © Imago

München - Ein Jahr unter dem Franchise Tag oder langfristiger Vertrag? Diese Frage stellt sich nun bei all den NFL-Spielern, die von ihrem Team per Option für ein weiteres Jahr gehalten wurden.

Die betroffenen Spieler können noch bis zum 16. Juli um 22 Uhr deutscher Zeit einen langfristigen Vertrag unterzeichnen. Kommt es zu keiner Einigung, sind sie im März 2019 wieder frei auf dem Markt verfügbar.

Fünf NFL-Teams hatten den Franchise Tag für die bevorstehende Spielzeit genutzt: Die Pittsburgh Steelers mit Le'Veon Bell, die Dallas Cowboys mit DeMarcus Lawrence, die Detroit Lions mit Ezekiel Ansah, die Los Angeles Rams mit Lamarcus Joyner und die Miami Dolphins mit Jarvis Landry.

Letzterer ist mittlerweile zu den Cleveland Browns abgewandert worden. Hinzu kamen noch die Chicago Bears, die bei Kyle Fuller den etwas günstigeren Transition Tag angewandt und sich im März daraufhin auf einen langfristigen Vertrag bis zur Saison 2021 geeinigt hatten.

Bell: Wir sind weiter als letztes Jahr

Auch bei Bell könnte sich noch ein langfristiger Vertrag ergeben. Die "Pittsburgh Post-Gazette" berichtet, dass die Steelers wieder Gespräche mit ihrem Running Back aufgenommen haben, nachdem wochenlang nach der Tag-Vergabe Funkstille geherrscht hatte.

Bell sagte gegenüber dem NFL Network: "Wir sind deutlich weiter als im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt. Das macht mich glücklich, hat aber keine Bedeutung, wenn wir letztendlich nicht auch wirklich Einigung erzielen."

Der 26-Jährige hatte bereits angekündigt, er würde genauso wie im vergangenen Jahr das Trainingslager auslassen, wenn er wieder unter dem Franchise Tag spielen müsse.

Das blieb in der Spielzeit 2017 nicht ohne Folgen: Er kam letztendlich zwar auf starke 1291 Rushing-Yards, brauchte aber eine gewisse Anlaufzeit und erlief in den ersten drei Saisonspielen durchschnittlich nur 60 Yards. "Ich müsste einen Weg finden, um wieder schneller zurückzukommen", weiß Bell, der laut Medienberichten ein Jahresgehalt von rund 17 Millionen US-Dollar erwartet. Mit dem Franchise Tag verdient er 14,5 Millionen.  

Aaron Donald genießt Priorität

Eher keine Einigung ist bei den Los Angeles Rams und ihrem Safety Lamarcus Joyner zu erwarten. Laut Mike Florio von ProFootballTalk.com genießt in L.A. zunächst ein neuer Vertrag mit Defensive Tackle Aaron Donald oberste Priorität.

Und das wird teuer: Es ist wohl davon auszugehen, dass Donald bei seiner nächsten Vertragsunterschrift zum bestbezahltesten Defensive-Player der NFL aufsteigen wird. Aus diesem Grund möchten die Verantwortlichen nicht schon im Vorfeld den Salary Cap mit einem Mega-Deal für Joyner belasten. Joyner kassiert mit dem Franchise Tag 11,287 Millionen US-Dollar.  

Unter den beiden höchstdotierten Franchise Tags spielen die Defensive Ends Ezekiel Ansah und DeMarcus Lawrence. Beide kommen auf 17,143 Millionen US-Dollar. Lawrence erwartet laut Medienberichten, dass er bei einer neuen Vertragsunterschrift noch mehr als die 72 Millionen verdient, die Danielle Hunter für die nächsten fünf Jahre bei den Minnesota Vikings kassiert.

Beim Pro Bowl sagte Lawrence allerdings, er habe kein Problem damit, erst einmal unter dem Franchise Tag zu spielen: "Alles weitere überlasse ich meinem Agenten."

Auch bei Ansah von den Lions scheint vor der Deadline kein neuer Vertrag in Aussicht zu sein.

Oliver Jensen

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