Raiders-Besitzer Mark Davis. - Bildquelle: imago images/Icon SMIRaiders-Besitzer Mark Davis. © imago images/Icon SMI

München – Gut gedacht bedeutet noch lange nicht gut gemacht. Diese Erfahrung machen im Moment auch die Las Vegas Raiders. 

Die NFL-Franchise wollte nach dem Urteilsspruch im Prozess um den Tod von George Floyd ein Statement abgeben – für das die Raiders in den sozialen Medien nun eine Menge Kritik abbekommen.

"I Can Breathe", twitterten die Raiders, versehen mit dem Datum 20. April 2021.  

Am Dienstag wurde Ex-Polizist Derek Chauvin in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Die Geschworenen verurteilten den 45-Jährigen wegen Mordes zweiten Grades, Mordes dritten Grades und Totschlags zweiten Grades. 

Am 25. Mai 2020 hatte Chauvin bei einem Einsatz sein Knie neun Minuten lang auf den Hals des Afroamerikaner Floyd gedrückt, der immer wieder darauf hinwies, dass er keine Luft bekomme ("I Can’t Breathe"). Floyd starb, was in den USA Massenproteste gegen Polizeigewalt gegen Afro-Amerikanern auslöste. Auch in der NFL fand daraufhin ein Umdenken statt.

Idee des Raiders-Besitzers

Raiders-Besitzer Mark Davis erklärte, der Tweet sei seine Idee gewesen, er habe sich auf den Bruder von Floyd bezogen, der nach dem Schuldspruch sagte: "Today, we are able to breathe again. (Heute können wir wieder atmen)."

Bei "The Athletic" sagte Davis: "Wenn ich die Familie beleidigt haben sollte, dann bin ich sehr, sehr enttäuscht." Der Tweet werde so lange allerdings nicht gelöscht, betonte er.

Die Familie reagierte nicht auf den Tweet, dafür Tausende Nutzer, die den Raiders einen ordentlichen Shitstorm bescherten mit dem deutlichen Hinweis auf fehlendes Fingerspitzengefühl.

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