Spielten von 2013-2017 zusammen: Bell (vorne) und Roethlisberger - Bildquelle: 2013 Getty ImagesSpielten von 2013-2017 zusammen: Bell (vorne) und Roethlisberger © 2013 Getty Images

München/Pittsburgh - Quarterback Ben Roethlisberger von den Pittsburgh Steelers muss sich in dieser Offseason einiges an Kritik gefallen lassen. Antonio Brown führte sein schwieriges Verhältnis zu "Big Ben" als einen der Hauptgründe an, warum er die Steelers verlassen wollte. Josh Harris warf Roethlisberger vor, 2014 absichtlich gefumbled zu haben, weil ihm der Playcall nicht gepasst habe. Jetzt hat sich mit Le'Veon Bell ein weiterer ehemaliger Mitspieler über "Big Ben" geäußert.

Der Running Back erklärte der "Sports Illustrated", dass Roethlisberger nicht der Hauptgrund war, warum er den Steelers den Rücken kehrte. Er sei aber "ein Faktor" in der Entscheidung gewesen. Bell meinte, er hätte sich einen "offeneren und ehrlicheren Umgang" von seinem Quarterback gewünscht.

"Er will immer alles kontrollieren"

Laut Bell ist Roethlisberger ein Gewinner-Typ, aber auch jemand, der alles um sich herum kontrollieren will. "Ben will gewinnen und er hat einen Super Bowl gewonnen, aber damals war er jünger. Jetzt will er immer alles kontrollieren und die Franchise lässt ihn gewähren. Wenn ich "AB" nicht anspiele, sondern JuJu (Smith-Schuster, d. Red.) oder Jesse James die ganze Aufmerksamkeit schenke, dann mache ich meine anderen Receiver sauer. Aber das war ihm egal. Es ist schwer so zu gewinnen", sagte der 27-Jährige.

Bell gibt allerdings weder Roethlisberger noch Brown die alleinige Schuld für das Drama in der Steelers-Umkleide. "Vieles von dem, was Brown gesagt hat, ist wahr. Ich habe auch schon solche Erfahrungen mit Ben gemacht. Ich reagiere aber anders. "AB" ist nicht der Einzige, der sich falsch verhalten hat. Es liegt auch nicht nur an Ben oder mir. Es liegt an allen", so Bell.

Der Running Back spielte von 2013 bis 2017 für die Steelers. Die vergangene Saison verpasste er, weil er das Vertragsangebot ausschlug und auch den Franchise Tag nicht unterschrieb. In dieser Offseason entschied er als Free Agent für eine Zukunft bei den New York Jets.

GM betitelt Roethlisberger als "unangefochtenen Anführer"

Es gibt aber auch aktuelle Teamkollegen, die sich öffentlich für ihren Quarterback einsetzen. "Sein Spiel und seine Führungsqualitäten sprechen für sich", zitiert "ESPN" Steelers-Defensive-End Tyson Alualu.

General Manager Kevin Colbert bezeichnete Roethlisberger als "unangefochtenen Anführer" des Teams. Roethlisberger gewann mit den Steelers zwei Super Bowls. Das Team schloss eine Saison noch nie mit einer negativen Bilanz ab, wenn "Big Ben" die Zügel in der Hand hatte.

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