Phoenix - Die NFL-Besitzer stimmen endlich darüber ab, ob die Raiders-Franchise nach Las Vegas umziehen darf. Wie "CBS" berichtet, soll die Abstimmung am kommenden Montag während des Annual League Meetings der NFL stattfinden.

Auch eine mögliche Umzugsgebühr scheint mittlerweile festzustehen. Überraschung: Die Raiders müssten im Falle eines Weggangs aus Oakland deutlich weniger an die NFL überweisen, als zunächst erwartet.

Bis zu 375 Millionen Dollar

Wie "nfl.com" berichtet, soll sich die Gebühr auf ungefähr 325 bis 350 Millionen Dollar belaufen. Verhältnismäßig wenig, wenn man bedenkt, dass die Rams und die Chargers für ihren Los-Angeles-Umzug jeweils 650 Millionen Dollar hinblättern mussten.

Ob es jedoch überhaupt zu einem Umzug kommt, haben die Teambesitzer der NFL in der Hand. Mindestens 24 von 32 Besitzern müssen beim Annual League Meeting für einen Umzug stimmen.

Laut dem Sender "CBS", der eine unbekannte Besitzer-Quelle zitiert, sei dies jedoch reine Formsache. "Mark (Davis, Besitzer der Raiders, Anm. d. Red.) wird die 24 Stimmen, die er braucht, bekommen. Wenn es zu einer Abstimmung kommt, dann wird der Umzug realisiert, weil die Stimmen da sind", wird die nicht näher beschriebene Quelle zitiert.

Angeblich soll im Falle eines positiven Votings auch der Standort des neuen Stadions bereits feststehen. Die neue mögliche Spielstätte soll sich demnach nur zwei Meilen vom berühmten Las-Vegas-Strip entfernt befinden.

Warum jetzt abstimmen?

Sollte die Frage aufkommen, warum das Team unbedingt jetzt abstimmen möchte, sind die Raiders vorbereitet. Obwohl die Franchise mindestens noch zwei Jahre in Oakland spielen wird, braucht sie im Falle eines Vegas-Umzugs frühzeitig Gewissheit.

Andernfalls läuft die Option auf den Standort des möglichen Stadions aus. Ebenso wichtig: Die University of Nevada Las Vegas kurz "UNLV" wird im Falle eines Raiders-Umzugs wohl ebenso in dem neu gebauten Stadion Spiele austragen.

Der Raiders-Abgang nach Las Vegas scheint demnach kaum noch abwendbar. Die Stadt Oakland hat zu wenig getan, um das Team zu halten. Selbst wenn eine Abstimmung auf Mai vertagt wird, stehen die Karten für einen Verbleib der Raiders schlecht.

Regeländerungen geplant

Beim Annual League Meeting werden neben dem Umzug der Raiders auch einige Regeländerungen innerhalb der NFL thematisiert. So soll laut der "Washington Post" unter anderem der Strafenkatalog für Jubel gelockert werden.

Die Teambesitzer können außerdem über folgende Regeländerungen abstimmen:

- Defensiv-Spieler können gesperrt werden, wenn sie über die Line of Scrimmage bei Field-Goal- und Extrapunkt-Versuchen springen

- zusätzliche Schiedsrichter, die in New York stationiert sind, können durch Instant Replays bei jedem Spiel Entscheidungen treffen

- Spieler sollen für brutale illegale Hits sofort des Platzes verwiesen werden können

- Die Overtime soll in Regular-Season-Spielen auf zehn Minuten verkürzt werden

Zusätzlich denkt die NFL laut einem "ESPN"-Bericht darüber nach, Schiedsrichter anzustellen. Aktuell gehen die Unparteiischen weiterhin einem anderen Job nach und betreiben ihre Tätigkeit in der NFL nur als Nebenjob

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