LeSean McCoy will sich seinen Platz verdienen. - Bildquelle: imago images / ZUMA PressLeSean McCoy will sich seinen Platz verdienen. © imago images / ZUMA Press

München - LeSean McCoy hatte seinen Spaß. Er hatte ja auch einen der besten Plätze. Einen super Blick auf das Geschehen, auf sein neues Team.

Der Neuzugang der Kansas City Chiefs war bei seinem Debüt nicht der Starter, sondern saß die meiste Zeit an der Seitenlinie, kam bei 20 Snaps nur auf zehn Carries für 81 Yards.

Doch was er sah, sorgte bei ihm für Euphorie. 

Beeindruckende Offense

Ein 40:26 gegen die Jacksonville Jaguars und eine Offense, bei der es mal wieder lief, die auf 491 Yards kam. McCoy war tief beeindruckt. Dabei ist es ja nicht so, als hätte er mit seinen 31 Jahren nicht schon eine Menge gesehen.

"Es war schön, wie schnell es hoch und runter ging. Zu einem Zeitpunkt im Spiel hatten wir einen Schnitt von 15 Yards pro Touch. Das ist nicht normal. Es aus nächster Nähe zu sehen, ist ziemlich cool", sagte McCoy, der ohnehin voll des Lobes über seinen neuen Arbeitgeber ist, ob der Arbeitseinstellung, der Offense oder der Teamkollegen.

 

Von den Buffalo Bills war er am 31. August überraschend entlassen worden. Es dauerte nicht lange, da schlugen die Chiefs zu.  

Beziehungsweise Head Coach Andy Reid, der McCoy bereits bei den Philadelphia Eagles unter seinen Fittichen hatte. Er stattete McCoy mit einem vier Millionen Dollar leichten Einjahresvertrag aus. 

Ein geringes finanzielles Risiko - dafür möglicherweise viel Ertrag. 

Jede Menge Liebe

Auf jeden Fall aber eine Menge Liebe. "Er gehört zu meinen liebsten Coaches in meiner NFL-Karriere. Ich liebe Coach Reid", sagte McCoy. Dabei lobte er nicht nur dessen offensiven Ansatz, sondern auch seine Ehrlichkeit und Playcalling-Fähigkeiten. Unter Reid in Philadelphia kam McCoy von 2009 bis 2012 auf 3.866 Yards und 30 Touchdowns kam.

Das ist freilich lange her. McCoy kam 2018 nur noch auf 514 Yards und drei Touchdowns, was auch der generell schwachen Offense der Bills zuzuschreiben ist. Doch das ist, wie so oft, nicht die ganze Wahrheit. Denn man darf dabei nicht außer Acht lassen, dass die beiden Spielzeiten davor noch vierstellig (1.138 und 1.267 Yards) waren.

Für McCoy ist es unter dem Strich ein geeigneter Zeitpunkt, noch einmal durchzustarten. Er muss sich mit harter Konkurrenz messen, bei den Chiefs stehen noch die Running Backs Damien Williams, Darwin Thompson und Darrel Williams unter Vertrag.

"Ich möchte mir einen Platz in dieser Mannschaft verdienen. Ich will es nicht nur wegen meines Namens, meiner Leistungen in der Vergangenheit oder meiner Beziehung zu Andy Reid schaffen. Ich will es mir verdienen", sagte er.

Weniger Druck

McCoy weiß, dass er in eine funktionierende Offense kommt. Was auch von Vorteil sein kann, denn Druck, von Anfang an auf hohem Niveau funktionieren zu müssen, hat er nicht.

"Es war eine großartige Offense, bevor ich hier ankam, und wenn ich nicht hier wäre, wäre es immer noch eine großartige Offense. Ich möchte einfach ein Teil davon sein und mir jedes Spiel und jeden Ballbesitz verdienen."

Die nächste Möglichkeit hat er am Sonntag bei den Oakland Raiders (ab 22.05 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de). Möglicherweise wird er dann wieder die meiste Zeit an der Seitenlinie verbringen. Doch er weiß ja jetzt: Spaß hat er dann trotzdem.

Andreas Reiners

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