Die Pittsburgh Steelers und die Kansas City Chiefs lieferten sich bereits vi... - Bildquelle: ImagoDie Pittsburgh Steelers und die Kansas City Chiefs lieferten sich bereits viele harte Duelle - meist mit dem besseren Ende für die Steelers © Imago

München - Während bei den Kansas City Chiefs Jubel um das Quarterback-Receiver-Duo Patrick Mahomes/Tyreek Hill herrscht, verdrängt der Streik von Le'Veon Bell sogar die schwachen Leistungen von Ben Roethlisberger aus den Schlagzeilen bei den Pittsburgh Steelers.

Vor dem direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams (So., ab 18:30 Uhr Live im Stream auf ran.de) könnte die Ausgangslage nicht unterschiedlicher sein.

Top-Story Pittsburgh Steelers

Werden wir Running Back Le'Veon Bell jemals wieder im Dress der Pittsburgh Steelers sehen? Der Top-Rusher befindet sich noch immer im Streik, weil die Verhandlungen um einen langfristigen Vertrag scheiterten und der 26-Jährige sich bislang weigert, unter dem Franchise Tag zu spielen.

Das kostet ihn viel Geld: In jeder Woche, in der er nicht bei seinem Team ist, verliert Bell 850.000 Dollar. "Ich glaube, er will sich für sein neues Team aufsparen", sagt der ehemalige Running Back LaDainian Tomlinson.

Durch die Abwesenheit von LeVeon Bell steht nun James Conner in der Startformation. Nachdem der Drittrundenpick von 2017 vergangene Saison kaum zum Zuge kam, hat er im ersten Saisonspiel gegen die Cleveland Browns mit 135 Rushing-Yards und zwei Touchdowns groß aufgetrumpft. "Ich hatte ein paar gute Läufe. Aber es hat leider nicht gereicht, um zu gewinnen", sagte Conner.

Sollte er die Leistung der Vorwoche bestätigen, sind die Steelers nicht zwingend auf eine baldige Rückkehr von Bell angewiesen.

Top-Story Kansas City Chiefs

Die Zukunft der Kansas City Chiefs ist eingeläutet. Nach fünf Spielzeiten wurde Routinier-Quarterback Alex Smith nach Washington abgegeben. Nun trägt der letztjährige Erstrunden-Pick Patrick Mahomes II die Verantwortung.

Im ersten Saisonspiel gegen die Los Angeles Chargers konnte er überzeugen. Seine Wurfquote von 55,6 Prozent mag noch ausbaufähig sein. Dafür aber kam er auf 256 Passing-Yards sowie vier Touchdown-Pässe und blieb ohne Interception – ergibt ein Passer-Rating von 127,5.

Noch besser sieht es bei Pässen auf Tyreek Hill aus, den er für zwei Touchdowns und insgesamt sieben Pässe für 169 Yards bediente: 158,3 - das perfekte Rating.

Auch in den Preseason-Spielen konnte Mahomes überzeugen. "Er hat einige gute Entscheidungen getroffen", lobte Head Coach Andy Reid. "Trotzdem gibt es einige Dinge, wo er sich noch verbessern kann. Und das weiß er auch."

Mahomes, der am Montag seinen 23. Geburtstag feiert, erwartet gegen die Steelers eine möglicherweise noch schwierigere Aufgabe. Bei den letzten Aufeinandertreffen machten die Steelers den Chiefs mit vielen Blitzen das Leben schwer.

Der Umgang damit ist gerade für einen unerfahrenen Quarterback schwierig. Mahomes sieht sich aber gewappnet: "Ich habe das Gefühl, dass ich von Woche zu Woche besser mit Blitzen des Gegners umgehen kann. Ich weiß, dass Pittsburgh das häufig macht, das ist irgendwie ihr Ding. Aber wir haben in den letzten Jahren häufig genug gegen sie gespielt und wissen, was uns erwartet."

Ausgangsposition Pittsburgh Steelers

Welch ein enttäuschender Saisonstart: Die Steelers kamen in Week 1 gegen die Cleveland Browns, die vergangene Saison alle 16 Saisonspiele verloren, nicht über ein Unentschieden hinaus. Quarterback Ben Roethlisberger warf drei Interceptions. Bereits in der vergangenen Saison deutete sich an, dass ihm die Konstanz früherer Jahre fehlt.

Mit einem Raumgewinn von insgesamt 472 Yards erreichten sie dennoch den ligaweit viertbesten Wert in Woche 1. Roethlisberger zog sich zwar eine leichte Ellenbogenverletzung zu, soll aber dennoch gegen die Chiefs auflaufen.

In der Defense hinterließ die Passverteidigung zwar einen stabilen Eindruck. Die Laufverteidigung entpuppte sich aber als Schwachstelle. Gegen die Browns wurden 177 Rushing-Yards zugelassen - der zweitschwächste Wert in Woche 1. 

 

Ausgangsposition Kansas City Chiefs

Die Kansas City Chiefs sind mit einem Sieg gegen die hoch eingeschätzten Los Angeles Chargers in die Saison gestartet. Während das Passspiel um Mahomes überzeugte, ist das Laufspiel noch ausbaufähig. Running Back Kareem Hunt, der letzte Saison als Rookie zu den großen Entdeckungen zählte, kam in 16 Läufen auf lediglich 49 Yards. Möglicherweise findet er gegen die schwächelnde Laufverteidigung der Steelers mehr Räume.

Die Defense entpuppte sich im ersten Saisonspiel allerdings als Schwachstelle. Gegen die Chargers ließen sie 541 Yards zu, der schwächste Wert in Woche 1. Vor allem die Passverteidigung funktionierte nicht - möglicherweise als Folge des Abgangs von Star-Cornerback Marcus Peters? 

Bilanz

Die Pittsburgh Steelers und die Kansas City Chiefs trafen bislang 35 Mal aufeinander. 24 Spiele gewannen die Steelers, 11 die Chiefs. Die letzten drei Spiele gingen alle zugunsten der Steelers aus - unter anderem auch das Playoff-Spiel im Januar 2017.

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