Lachen tut Marshawn Lynch viel, sprechen eher wenig: Der Running Back der Oa... - Bildquelle: ImagoLachen tut Marshawn Lynch viel, sprechen eher wenig: Der Running Back der Oakland Raiders zählt zu den größten Stars im London Game gegen die Seattle Seahawks © Imago

London - Marshawn Lynch schweigt. Der Mann, der den Spitznamen "Beastmode" trägt, ist kein Mann der großen Worte. Ganz im Gegenteil. Wer erinnert sich nicht gerne zurück an sein mittlerweile berühmt-berüchtigtes "I am just here so I won't get fined"? (engl: Ich bin nur hier, damit ich keine Strafe bekomme)

Und so hält sich Lynch auch jetzt dezent zurück, während gefühlt alle anderen vor dem London-Game zwischen seinem Ex-Team Seattle Seahawks und seinem jetzigen Arbeitgeber, den Oakland Raiders, über ihn reden. Beim Medientag der Raiders in London stellten sich Head Coach Jon Gruden, Quarterback Derek Carr, die Wide Receiver Jordi Nelson und Amari Cooper, sowie Maurice Hurst und Tahir Whitehead den Fragen der Presse. Von "Beastmode" keine Spur. Und das, obwohl es das erste Mal ist, dass der ehemalige Publikumsliebling der Seahawks auf seine alten Kollegen trifft. 

Bobby Wagner: Erwarte viel Trash-Talk

"Ich erwarte sehr viel Trash Talk von ihm", sagte Seahawks-Linebacker Bobby Wagner. "Als wir damals in Seattle zusammen gespielt haben, wollte er mich im Training immer über den Haufen rennen. Jetzt hat er am Sonntag die Chance dazu." Und Wagner legte noch einmal warnend nach: "Wenn er glaubt, dass ich mich ihm gegenüber zurückhalte, hat er sich getäuscht. Ich werde mit aller Härte versuchen, ihn zu stoppen - bis vielleicht sogar mal eine Flagge fliegt." Nach dem letzten Satz grinste Wagner verschmitzt. Es war ihm trotz der markigen Worte anzumerken, welch' großen Respekt er immer noch vor Lynch hat.

 

So geht es auch Seahawks-Head-Coach Pete Carroll. "Es ist absolut fantastisch, wie Marshawn nach seiner Pause zurückgekommen ist. Das hätten in dieser Art und Weise wirklich nicht viele für möglich gehalten. Aber Oakland ist seine Heimat, das war und ist nochmal eine riesengroße Chance für ihn. Er kommt von dort, hat viel für die dortige Community getan und ist dort verwurzelt", so Carroll. Am Sonntag in Wembley erwartet der Head Coach der Seahawks einen "topfitten Lynch, der alles versuchen wird, gegen uns zu punkten - aber genau das wollen wir verhindern."

Lynch, der Anführer

Für Lynchs jetzigen Head Coach bei den Raiders, Jon Gruden, ist er "das Herz und die Seele der Oakland Raiders". Große Worte. Und weiter: "Für mich hat Marshawn sehr viel damit zu tun, dass die Seahawks einen Super-Bowl-Ring tragen. Er war schon dort das Herz und die Seele des Teams. So wie jetzt bei uns." Gruden lobte seinen Running Back weiter über den grünen Klee, weil er "hinter den Kulissen einer der Anführer unseres Teams ist und immer noch mit der gleichen Körperlichkeit zu Gange geht wie früher". Und zum Schluss folgte der Ritterschlag durch den Raiders-Head-Coach: "Marshawn wird von vielen Menschen oft missverstanden. Aber: Wenn jemand der Coach eines Football-Teams ist, ist Lynch der erste Spieler, den er in seinem Team haben möchte. Das garantiere ich."

Lynch geht also mit vielen Vorschusslorbeeren in das Duell mit seinem Ex-Klub. Ob er die Erwartungen in Wembley dann auch erfüllen kann, bleibt abzuwarten. Genauso, ob er vielleicht nach dem Spiel ein paar Sätze über die Lippen bringt.

Aus London berichtet: Dominik Hechler

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