Philip Rivers von den Indianapolis Colts und Kirk Cousins von den Minnesota ...Philip Rivers von den Indianapolis Colts und Kirk Cousins von den Minnesota Vikings treffen am Sonntag aufeinander ©

München / Indianapolis – Die Minnesota Vikings und die Indianapolis Colts erlebten einen enttäuschenden Saisonauftakt. Im Aufeinandertreffen am Sonntag (ab 19 Uhr im Livestream auf ran.de) kämpfen die beiden Teams um den ersten Saisonsieg.

Die Indianapolis Colts bekamen in der Offseason mit Philip Rivers einen Quarterback-Routinier hinzu, müssen nun aber den Verletzungsausfall von Running Back Marlon Mack verkraften.

Bei den Minnesota Vikings erwies sich in Woche 1 die Defense als Schwachstelle. Ob Neuzugang Yannick Ngakoue im zweiten Saisonspiel seine Qualitäten als Pass Rusher einbringen kann?

ran.de blickt auf das Duell der beiden Teams.

Die wichtigsten Personalien und Storys

Colts: Rookie Jonathan Taylor muss Marlon Mack ersetzen

Die Indianapolis Colts verloren in Woche 1 nicht nur das Spiel, sondern auch noch ihren effektivsten Spieler. Running Back Marlon Mack, der vergangene Saison für 1091 Yards lief, verletzte sich schwer an der Achillessehne und wurde auf die Injured Reserve List gesetzt.   

Immerhin haben die Colts beim NFL Draft 2020 vorgesorgt und in der 2. Runde Jonathan Taylor gepickt. Der 21-Jährige verfügt über viel Speed, physische Power und ist zudem sehr beweglich. Im Dienst von Wisconsin kam er in der College-Saison 2019 auf beachtliche 2003 Yards und 21 gelaufene Touchdowns.

Klar ist aber auch: In der NFL steht Taylor nun Defensive-Spielern von einem völlig anderen Format gegenüber. In Woche 1 bekam er bei neun Läufen lediglich 22 Yards zustande.

"Ich hasse es, dass wir Marlon verloren haben", sagt Quarterback Philip Rivers, stärkt aber gleichermaßen dem Rookie den Rücken: "Er hatte ein gutes Trainingscamp und eine gute Karriere am College. Er hat letzte Woche einen guten Start hingelegt und ist bestens vorbereitet."

Vikings: Yannick Ngakoue muss den Pass Rush ankurbeln  

Erst 13 Tage vor dem Saisonstart wurde Yannick Ngakoue von den Jacksonville Jaguars zu den Minnesota Vikings getradet. Der Defensive End, der in vier NFL-Spielzeiten auf starke 37,5 Sacks kam, hatte somit kaum Zeit, sich an das Spielsystem und seine Mitspieler zu gewöhnen.

Somit ist es nicht völlig verwunderlich, dass er im ersten Saisonspiel gegen die Green Bay Packers kein Faktor war und ohne Tackle blieb. "Dafür, dass ich zuvor nur vier richtige Trainingseinheiten mit der Mannschaft hatte, fühlte es sich gut an", sagt Ngakoue.

"Aber gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich einen größeren Einfluss hätte nehmen können, indem ich der Defensive Line geholfen hätte, mehr Druck auf den Quarterback aufzubauen."

Head Coach Mike Zimmer erwartet von Ngakoue eine steigende Formkurve: "Es war hart für ihn, so spät dazuzukommen und erst einmal alles kennenlernen zu müssen. Ich bin mir sicher, dass er im weiteren Verlauf der Saison alles besser verstehen wird."

Eines ist klar: Nachdem die Vikings vergangene Woche keinen einzigen Sack zustande bekamen, brauchen sie schnellstmöglich einen Ngakoue in Bestform.

So lief Week 1

Indianapolis Colts

Die Indianapolis Colts unterlagen überraschend mit 20:27 den Jacksonville Jaguars, die aufgrund der vielen Abgänge eigentlich der ideale Aufbaugegner hätten sein müssen. Kurios: Die Offense der Colts bekam fast doppelt so viele Yards zustande wie die der Jaguars (445:241).

Dass die Colts ihr Spiel trotzdem verloren, lag hauptsächlich an den Fehlern. Quarterback-Neuzugang Philip Rivers warf zwei Interceptions innerhalb der eigenen Spielhälfte. Beide Male konnte Jacksonville daraus Kapital schlagen.

Betrachtet man lediglich die Zahlen, legte Rivers ein insgesamt ordentliches Spiel hin, warf immerhin für 363 Yards und einen Touchdown. In den entscheidenden Plays trafen die Colts oftmals jedoch die falsche Entscheidung. Nur 33 Prozent der dritten Versuche führte zu einem neuen First Down.    

Minnesota Vikings

Die Minnesota Vikings unterlagen in einem High-Scoring-Game dem Division-Rivalen Green Bay Packers mit 34:43. Stellt sich die logische Frage: War Packers-Spielmacher Aaron Rodgers so gut? Oder war die sich im Umbruch befindliche Defense von den Minnesota Vikings so schlecht?

522 Yards ließ die Verteidigung um Linebacker Anthony Barr zu und bekam keinen einzigen Sack zustande.

Und die Offense? 34 Punkte sind eine ordentliche Ausbeute. Vor allem wenn man bedenkt, dass sich Minnesota nur 18:44 Minuten in Ballbesitz befand. Quarterback Kirk Cousins brachte 19 seiner 25 Pässe an den Mann, warf für 259 Yards und zwei Touchdowns.          

Fantasy-Tipp: Philip Rivers

Philip Rivers hat bereits in Woche 1 bewiesen, für ordentlich Passing-Yards sorgen zu können. Nun trifft er mit den Minnesota Vikings auf eine Defense, die in Woche 1 vor allem eine schwache Passverteidigung aufwies. Daher setzen wir beim NFL Fantasy Manager auf den Routinier.

Oliver Jensen

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