Kirk Cousins muss in der kommenden Saison abliefern und kann beim Preseason-... - Bildquelle: imago/ZUMA PressKirk Cousins muss in der kommenden Saison abliefern und kann beim Preseason-Match in Seattle damit anfangen. © imago/ZUMA Press

München/Minneapolis Kirk Cousins hat ein Image-Problem. Es spielt keine Rolle, wie gut er spielt, wieviele Yards er erwirft und wieviel er für sein Team opfert – ihm wird immer nachgesagt, dass er in den "großen" Momenten gegen gute Teams nicht gewinnen kann (das NFL-Preseason-Game zwischen den Seattle Seahawks und den Minnesota Vikings gibt es am Sonntag ab 21:35 Uhr live auf ProSieben MAXX und im kostenlosen Livestream auf ran.de).

"In meiner bisherigen Karriere bin ich ein durchschnittlicher Quarterback. Ich will mehr gewinnen, dafür wurde ich geholt." Der ehemalige Quarterback der Washington Redskins zieht ein ernüchterndes, aber ehrliches Fazit nach seiner ersten Saison für die Vikings. Der 30 Jahre alte Spielmacher gehörte zu den gehyptesten Free Agents 2018. Wochenlang wurden Teams mit Cousins in Verbindung gebracht, er entschied sich für die Vikings, die ihm über drei Jahre 84 Millionen Dollar zahlen – mit dem klaren Ziel verbunden: Win now!

2018 Saison unter den Erwartungen

Viele Verletzungen, eine durchschnittliche Teambilanz (8-7-1) und ein Kirk Cousins, der gegen starke Gegner nicht überzeugen konnte, überschatteten die vergangene Saison. Ein Blick auf die Statistik einzelner Spieler zeigt: Die Vikings haben durchaus das Potenzial, ein Playoff-Team zu sein. Das Wide Receiver-Dou Adam Thielen und Stefon Diggs fing zusammen 215 Pässe für 2394 Yards und 18 Touchdowns. Kirk Cousins stellte Karrierebestmarken in Pass Completions (425) und Passing Touchdowns (30) auf - in den entscheidenden Momenten versagten ihm allerdings die Nerven.

Neuer Coach und neue Offensive-Line

Vergangene Saison ließen die Vikings ganze 40 (!) Sacks zu, die O-Line war sichtlich überfordert, besonders gegen starke Passrusher. Die Antwort: Center Garrett Bradbury wurde in der ersten Runde des NFL.-Drafts 2019 und Guard Dru Samla in der vierten Runde gewählt.
Besonders Bradbury überzeugte beim NFL-Combine durch seine Athletik und sollte sofort für mehr Stabilität sorgen. Samla wird um einen Guard-Spot kämpfen und sorgt zumindest für mehr Wettkampf.

Zudem beförderte Cheftrainer Mike Zimmer den vorherigen Quarterback-Coach Kevin Stefanski zum Offensive Coordinator, einen Posten, den Stefanski zum Ende der Saison 2018 bereits als Interim ausführte. Stefanski stellte klar, dass er mehr Play-Action Spielzüge nutzen möchte, Cousins sei "sehr effektiv" damit, was er im Ernstfall noch beweisen muss.

Blick nach vorne

Cousins zeigt sich optimistisch und will die vergangene Saison abhaken. "Ich fühle mich jetzt zuhause, letztes Jahr konnten wir noch nicht einziehen, ich lebte im Hotel aus einem Koffer. Jetzt habe ich ein Haus und kann nachhause – und nicht in ein Hotel – fahren", erzählte Cousins nach dem Training.

Die Vikings haben einen talentierten Kader, eine verbesserte Offensive-Line und einen kreativen Offensive-Koordinator. Nun liegt es an "Captain Kirk" die Kritker zum Schweigen zu bringen und das Image-Problem - sowie den Rest der NFC North - hinter sich zu lassen.

Kirk Cousins könnt ihr live am Sonntag, 18. August ab 21.35 Uhr auf ProSieben MAXX und ran.de sehen, beim Spiel Seattle Seahawks gegen die Minnesota Vikings.

Tim Rausch

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