Hat den Sprung in den Roster verpasst: Moritz Börhinger - Bildquelle: imagoHat den Sprung in den Roster verpasst: Moritz Börhinger © imago

München – Neues Team, neue Position. Für Moritz Böhringer war die neue Saison eine große Umstellung. In der Preseason fing der deutsche Tight End zwei Bälle für die Cincinnati Bengals.

Leider überstand der 24-Jährige den Cut nicht, hat dank des International Pathway Programms aber für diese Spielzeit seinen Platz im Practice Squad sicher.

ran.de sprach im Exklusiv-Interview mit Böhringer über sein neues Team, seine Preseason und seine Zukunft.

ran.de: Herr Böhringer, Sie sind mit den Cincinnati Bengals mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Was macht Ihr Team so stark?

Moritz Böhringer: Wir sind eigentlich in jedem Mannschaftsteil relativ stark, vor allem unsere Defensive Line oder unser Special Team. Dazu ist Andy Dalton ein richtig guter Quarterback – und A.J. Green ist unfassbar. Wir haben schon viele Waffen. Eine richtige Schwachstelle gibt es eigentlich nicht.

ran.de: Sind die Playoffs drin?

Böhringer: Das Ziel sind immer die Playoffs und der Super Bowl (lacht). Wir haben natürlich den besten Start hingelegt, den man sich vorstellen kann. Und jetzt schauen wir einfach mal, was die nächsten Spiele bringen.

ran.de: Wie groß war die Enttäuschung, dass Sie es nicht in den finalen Kader geschafft haben und jetzt im Practice Squad sind?

Böhringer: Ich habe es eigentlich schon geahnt, man weiß vorher ja schon, was alles so passieren kann. Aber so lange ich irgendwie Teil vom Team sein kann, bin ich glücklich.

ran.de: Was haben die Coaches nach der Preseason zu Ihnen gesagt?

Böhringer: Sie sagten, dass ich noch zu weit weg bin wegen des Positionswechsels. Aber ich soll weiter an mir arbeiten und nächstes Jahr angreifen. Dann habe ich auch mehr Erfahrung auf der Position.

ran.de: Wie wohl fühlen Sie sich inzwischen als Tight End?

Böhringer: Im Passing-Game fühle ich mich schon richtig wohl. Und das Blocking kommt auch langsam. Da kann ich aber noch am meisten lernen. Manchmal sind wir außen als Receiver aufgestellt, bei anderen Spielzügen müssen wir dann für den Lauf blocken. Das ist bei uns fast 50:50 aufgeteilt.

ran.de: In der Preseason hatten Sie zwei Catches, einer davon knapp vor der Endzone. Wie zufrieden sind Sie persönlich mit ihrer Leistung und ihren Einsatzzeiten?

Böhringer: Das hat alles gepasst. Ich kann daran ja eh nicht so viel ändern. Aber auf dem Feld habe ich mich richtig wohl gefühlt.

ran.de: Sie sind jetzt im Practice Squad. Wie sieht Ihr Alltag aus?

Böhringer: Wenn man gewinnt, ist die Stimmung erst einmal immer gut (lacht). Aber ich mache im Prinzip genau das gleiche, was auch der Rest des Teams macht. Nur ich spiele dann halt nicht, sondern stehe an der Seitenlinie. Ich bin bei allen Heimspielen und auch bei einigen Auswärtsspielen dabei.

ran.de: Die Bengals sind nach den Vikings das zweite Team, das Sie in der NFL jetzt richtig kennenlernen. Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden Franchises?

Böhringer: Vom Trainingsplan und der Intensität ist das relativ ähnlich. Hier haben wir jetzt keine Indoor-Facility. Das ist im Alltag der größte Unterschied. Auch wenn es richtig regnet oder bald richtig kalt wird, trainieren wir draußen. Das wird dann vielleicht nicht mehr so lustig. Aber in Deutschland habe ich ja auch im Winter trainiert, von daher passt das schon.

ran.de: Es ist für Sie eine neue Stadt, eine neue Umgebung, ein neues Team. Wie verbringen Sie ihre Freizeit?

Böhringer: Es ist wirklich ganz cool hier. Es gibt einen großen Fluss, da entlang sind richtig schöne Parks - einfach eine schöne, amerikanische Stadt. Ich mache vor allem mit den ganzen Tight Ends relativ viel. Dann gehen wir mal zusammen essen oder manchmal zu Tyler Eifert. Der hat ein ganz nettes Haus auf dem Land.

ran.de: Gibt ein Tyler Eifert Ihnen auch mal Tipps im Training? 

Böhringer: Ja, auf jeden Fall. Ich schaue mir immer ganz genau an, was die Anderen machen und wie die spielen, blocken oder die Spielzüge umsetzen. Dadurch lerne ich am meisten. 

ran.de: Sie werden im Oktober 25 Jahre alt. Wie sieht Ihr Zukunftsplan aus? 

Böhringer: Ich will nächstes Jahr wieder angreifen, so wie jedes Jahr. Ich setze mir da auch keine Deadline. Mir war ja auch klar, dass es mit dem Positionswechsel ein bisschen Zeit braucht. So lange mich ein Team haben will, mache ich auf jeden Fall weiter.

ran.de: Wer ist für Sie Super-Bowl-Kandidat Nummer eins in diesem Jahr? 

Böhringer: Da sag ich natürlich wir (lacht).

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