Unfassbare Szene: Myles Garrett (r.) schmettert Mason Rudolph dessen Helm au... - Bildquelle: Getty ImagesUnfassbare Szene: Myles Garrett (r.) schmettert Mason Rudolph dessen Helm auf den ungeschützten Kopf © Getty Images

München - Myles Garrett fühlt sich nach seiner Sperre für den Rest der NFL-Saison unfair behandelt. Wie "ESPN"-Reporter Dan Graziano berichtet, hat der für seinen Helm-Schlag gegen Mason Rudolph gesperrte Defensive End der Cleveland Browns bei der Anhörung wegen seines Einspruchs auf einen ähnlichen Fall aus dem Jahr 2013 verwiesen.

Damals hatte Antonio Smith von den Houston Texans seinem Kontrahenten Richie Incognito von den Miami Dolphins in einem Preseason-Duell nach kurzem Gerangel den Helm vom Kopf gerissen und diesen in einer fließenden Bewegung nur knapp am Gesicht des erschrocken zurückweichenden O-Liner geschwungen. Im Gegensatz zu Garrett war die Aktion jedoch im laufenden Spiel passiert und nicht nach Ende des Spielzugs.

Smith verpasste 2013 nur ein Regular-Season-Spiel

Smith, dessen Spitzname "Ninja Assassin" lautet, wurde damals für zwei Preseason-Partien sowie ein Spiel der Regular Season aus dem Verkehr gezogen. Garrett muss nun mindestens sechsmal zuschauen. Zudem soll der First-Overall-Pick des Draft 2017, der von den Browns unterstützt wird, vor der Saison 2020 bei NFL-Boss Roger Goodell vorstellig werden, um für eine Rückkehr auf den Platz freigegeben zu werden.

Zudem sollen Garrett und die Spielergewerkschaft NFLPA bei dem Termin in New York kritisiert haben, dass dem 23-Jährigen deutlich mehr Geld durch die Lappen gehen würde als Smith damals. Letzterer hätte damals nur den Gehaltscheck für eine Partie verpasst, weil Spieler für Preseason-Partien nicht bezahlt werden.

Tarifvertrag lässt zeitlose Sperren laut Garrett-Seite nicht zu

Darüber hinaus erklärte die Seite des Browns-Stars, der aktuelle Tarifvertrag würde keine zeitlosen Sperren zulassen. Garrett soll das Gebäude zwei Stunden nach dem offiziellen Beginn des Termins verlassen haben. Laut Dianna Russini von "ESPN" will die Liga schnell eine Entscheidung treffen.

Angehört wurde auch Maurkice Pouncey von den Pittsburgh Steelers, der Garrett nach dessen Attacke auf Rudolph niedergerungen und auf dem Boden liegend getreten hatte. Dafür wurde der Center drei Spiele aus dem Verkehr gezogen.

Pouncey-Sperre wegen baldigem Rematch gegen Browns?

Dessen Anhörung habe ein Team-Verantwortlicher der Steelers per Telefon beigewohnt, berichtet Graziano weiter. Dem Journalisten zufolge geht die Franchise davon aus, dass die NFL mit der Sperre verhindern will, dass Pouncey im zweiten Saisonspiel gegen die Browns in Week 13 eingesetzt werden kann.

Allerdings argumentiert die Seite des Pittsburgh-Profis, noch nie sei für eine Auseinandersetzung auf dem Feld eine Sperre von mehr als einem Spiel ausgesprochen worden. Dies sei eine angemessene Strafe.

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