Team-Präsident Jason Wright (r.) gibt einen Überblick über die Namensfindung... - Bildquelle: getty/twitter: @whoisjwrightTeam-Präsident Jason Wright (r.) gibt einen Überblick über die Namensfindung des Washington Football Teams. © getty/twitter: @whoisjwright

Washington/München - Die diesjährige Offseason sorgte bei mehreren Teams nicht nur in der Kaderplanung für Veränderung. Nach scharfer Kritik im Zuge der Protestwellen in den USA hat sich die Franchise aus Washington in einen neutralen Namen umbenannt.

Ob das Washington Football Team nun auch langfristig so heißt, sei laut dem ersten afroamerikanischen Team-Präsident in der NFL, Jason Wright, zwar möglich, jedoch nicht die einzige Option. Bis letztlich im Umbenennungs-Prozess eine Entscheidung getroffen wird, müssen noch einige Hürden genommen werden.

Viele Namensvorschläge zur Auswahl

Es ist noch nicht absehbar, ob sich der Name "Washington Football Team" am Ende auch durchsetzt. "Das steht natürlich zur Auswahl. Vielleicht heißt es am Ende auch 'Club' statt Team, aber die Idee einer Franchise, die sich ausschließlich um Football in einer bestimmten Stadt dreht, begeistert die Fans", sagte Wright zu "ESPN". 

Dennoch gab es zuletzt ausgerechnet von amerikanischen Ureinwohnern die Kritik, man würde sich mit diesem Namen vollständig von den Wurzeln des Landes sowie der Franchise entfernen. Laut Wright müsse man deshalb drei Wege beschreiten, bevor man endgültig eine Entscheidung treffen kann.

Diese Wege seien zuerst das Testen von Namen in der Marktforschung und die Resonanz der eigenen Fanbase. Schließlich sollen die "Focus Groups" wie zum Beispiel die amerikanischen Ureinwohner und indigenen Völker in die Entscheidungsfindung mit eingebunden werden.

"Sie sind ein großer Teil unserer Fanbase", so Wright weiter. Generell sei die Fangruppe des Football Teams so weit gefächert wie noch nie, weshalb die Entscheidung gut bedacht werden müsse. 

Trotz Abwägungen soll Entscheidung schnell getroffen werden

Während zum Beispiel die Logo-Änderung der Los Angeles Rams über zwei Jahre in Anspruch nahm, will die Franchise aus Washington deutlich früher eine neue Identität präsentieren können. "Wir sind deutlich schneller als zwei Jahre, allerdings sollen die Fans auch nichts unüberlegtes oder peinliches bekommen", sagte Wright. 

Der Ansatz soll dabei sein, den Namen um ein großes Projekt oder Thema aufzubauen, mit welchem man nachhaltig arbeiten kann und die ganze Fanbase erreicht. Als Beispiel präsentiert er den von einem Großteil der Fans befürworteten Namen "Red Wolves". 

"So könnte man etwas langfristiges um die Diskussion von Tierrechten aufbauen und sich dafür einsetzen", erklärte Wright. Auch ein Name rund ums Thema Militär könne aufkommen, so fühle sich die Franchise seit jeher mit Soldaten verbunden.

Die Option, dass sich die Team-Farben von Burgunderrot und Gold in Zukunft abweichen werden, schätzt Wright eher als gering ein. Man wolle zwar einen Umbruch, jedoch eher im Bereich der Franchise-Kultur als in der optischen Außendarstellung. 

Dies bezieht sich vor allem auf die andauernden Untersuchungen seitens der NFL, nachdem gegen Washington schwere Vorwürfe der sexuellen Belästigung innerhalb der Franchise erhoben wurden. 

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