Spendabel: Bill Belichick. - Bildquelle: imago images / ZUMA PressSpendabel: Bill Belichick. © imago images / ZUMA Press

München - Bei Bill Belichick weiß man nie. Klar ist bei dem Head Coach der New England Patriots aber: Seine Entscheidungen haben stets einen Hintergrund.

So auch die aktuelle: Der 67-Jährige strich die letzten beiden Einheiten der laufenden Vorbereitung. Heißt: Am Montag gab es noch Teambuilding-Maßnahmen, aber kein Training mehr. Auch der ursprünglich verplante Dienstag ist bereits frei.

Von den zehn möglichen Trainingstagen nutzten die Pats also acht, fünf freiwillige OTAs und drei verpflichtende Minicamp-Tage - und das obwohl Belichick im März noch gemeckert hatte, dass er nicht genug Zeit habe, mit den Spielern zu arbeiten. Aber so ist er eben der Trainer-Guru Belichick.

Im Juli geht es weiter

Stattdessen verabschiedet er also das das Team in die Sommerpause. Weiter geht es erst im Juli mit dem Trainingscamp. Wann genau der Super-Bowl-Sieger in die heiße Phase der Vorbereitung einsteigt, steht noch nicht fest.

Zwei Dinge könnte man nun schlussfolgern: Belichick ist sehr zufrieden mit der Vorbereitung, wähnt sein Team in bestmöglicher Verfassung und gibt als Lohn früher frei - unwahrscheinlich.

 

Oder Belichick ist abergläubisch, denn auch 2018 strich er die letzten beiden OTAs. Das Ende ist bekannt - noch unwahrscheinlicher.

Vielleicht ist Belichick aber auch keines von beidem, weiß aber, dass seine Spieler in der freien Zeit an sich selbst arbeiten - und die trainingsintensive Zeit erst noch bevorsteht.

Seferian-Jenkins Entlassung hinterlässt Lücke

Denn klar ist auch: Auch der Titelverteidiger hat noch seine Baustellen. Die größte ist nach dem Rücktritt von Superstar Rob Gronkowski die Tight-End-Position. 

Hier gab es zuletzt Aufregung, nachdem die Pats Austin Seferian-Jenkins entlassen hatten. Ihn hatten die Patriots erst im April verpflichtet, um die Lücke, die Gronkowski hinterlässt, zu füllen.

LaCosse die Nummer eins

Stattdessen hat nun Matt LaCosse im Depth Chart Platz eins erobert. "Er ist ein junger Spieler, hat Talent, er hat schon gespielt und hat noch Potenzial", sagte Belichick: "Wir werden sehen, wie es in unserem System funktioniert."

Quarterback Tom Brady, der im Minicamp erstmals zum Team stieß, betonte, Tight End müsse "eine Position der Stärke" bleiben, "auch wenn es nicht nur ein Spieler ist, sondern mehrere, die verschiedene Rollen ausfüllen". Bereits vor Gronkowski habe man bei den Pats ähnliche Ansätze gehabt, so Brady, der sich auf eine neue Reveiver-Waffe freuen darf, denn Nummer-32-Pick N'Keal Harry zeigte bereits ermutigende Ansätze.

Er erhält Unterstützung, denn Julian Edelman wurde als Harrys Mentor auserkoren. Eine Aufgabe, die der 33-Jährige als selbstverständlich erachtet, wie er gegenüber "NESN" verriet: "Ich hatte schon Mannschaftskameraden, die dir halfen, und solche, die nicht halfen. Ich will einer von denen sein, die dir helfen."

Denn bald gilt es: Jetzt können die Spieler noch einmal Luft holen, sich sammeln, ehe es im Sommer um die finalen Roster- und Starter-Plätze, die Systeme, den Feinschliff geht.

Und freie Tage hin oder her: Wenn es in die heiße Phase geht, ist auch ein Bill Belichick nicht mehr spendabel. 

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