Ein Ballmagnet in der Defense: J.C. Jackson - Bildquelle: ImagoEin Ballmagnet in der Defense: J.C. Jackson © Imago

München/Foxborough - Die Passverteidigung der New England Patriots gehört seit einigen Saisons bereits zu den Besten der NFL, das hat beinahe schon Tradition. Das liegt auch an den herausragenden Cornerbacks des Rekordchampions.

Einer davon ist J.C. Jackson. Der 25-Jährige äußerte sich vor dem Start der Training Camps selbstbewusst.

"Ich würde niemals sagen, ich bin die Nummer zwei"

Im Interview mit "NFL.com" sagte Jackson: "Natürlich bin ich ein Nummer-Eins-Cornerback. Niemals würde ich mich mit weniger zufrieden geben. Ich würde niemals sagen, ich bin Nummer zwei oder drei, ich bin die eins."

Naturgemäß sind Cornerbacks nicht gerade zurückhaltend, gerade Jalen Ramsey beweist das immer wieder. Doch Jackson kann das auch mit Zahlen untermalen: Der 25-Jährige wurde nicht gedraftet und kam 2018 als Free Agent aus Maryland nach New England. Dort begann er Headcoach Bill Belichick zu beeindrucken.

Er schaffte es in den 53-Mann Kader und wurde in 14 der 16 Regular Season-Spiele eingesetzt, genauso wie im Super Bowl 53, den die Patriots mit ihm gewannen. In den kommenden zwei Jahren gelangen ihm in 32 Spielen 14 Interceptions, mehr als jedem anderen Spieler der NFL.

Vertragspoker beim "großen Bruder" Gilmore

Der Grund wieso Jackson seit zwei Jahren diese Leistungen abliefern kann ist auch Stephon Gilmore. 2019 wurde jener Gilmore Defensive Player of the Year, zu dem kein Quarterback werfen wollte. Auf der anderen Seite stand Jackson, der damals noch nicht so bekannt war und genau so wie sein Partner Gilmore die meisten Würfe in seine Richtung bestrafte.

2020 fiel Gilmore verletzt aus und Jackson wurde zum ersten Cornerback - dort sieht er sich auch selbst. Er kümmerte sich um die besten Receiver des Gegners und lieferte noch bessere Zahlen ab. 2021 befindet sich Gilmore bisher im Streik, schwänzte bisher jedes Workout. Er will mehr Geld, welches die Patriots ihm noch nicht bezahlen wollen.

Jackson jedenfalls hätte nichts dagegen, weiter mit Gilmore zu spielen und schwärmt von ihm: "Er war sehr hilfreich für mich, gerade wenn wir uns Tapes angeschaut haben. Ich habe immer versucht, von ihm abzuschreiben. So sehr schaue ich zu ihm auf", erklärt Jackson.

Letztes Vertragsjahr auch für Jackson

Das Geld, welches die Patriots möglicherweise nicht in die Personalie Stephon Gilmore stecken, sparen sie womöglich für Jackson. Denn auch er spielt in seinem letzten Vertragsjahr und wird 2022 abkassieren, egal ob in New England oder woanders.

Denn eins steht fest: Wer sich als Nummer-Eins-Cornerback sieht, der will auch als solcher bezahlt werden. Das weiß man auch im Büro von Bill Belichick.

Kai Esser

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