Mac Jones beendete das College Football Nationalchampionship Game mit 464 Pa... - Bildquelle: 2021 Getty ImagesMac Jones beendete das College Football Nationalchampionship Game mit 464 Passing Yards und fünf Touchdowns. © 2021 Getty Images

München/Foxborough - Zum ersten Mal seit 1993 könnten die New England Patriots einen Erstrundenpick im Draft für einen Quarterback verwenden. Für den langjährigen Offensive Coordinator Charlie Weis steht der potenzielle Nachfolger von Franchise-Legende Tom Brady schon fest.

Mac Jones oder nichts

"Was sind die zwei wichtigsten Eigenschaft eines Star-Quarterbacks?", fragte Weis bei "Sirius XM NFL Radio", als er auf Alabama-Quarterback Mac Jones angesprochen wurde. "Sie haben den 'It-Faktor' und sie spielen exakt - genau das war er auch."

Zum ersten Mal seit fast drei Jahrzehnten gelten die Patriots nun wieder zu den Mannschaften, die in der ersten Runde des Drafts einen Quarterback auswählen könnten. Jones, der Alabama im Januar noch zum nationalen College-Titel geführt hat, ist dabei einer der begehrtesten Spielmacher und wird von zahlreichen Experten mit dem sechsmaligen Super-Bowl-Sieger in Verbindung gebracht.

"Natürlich hat er auch mit guten Spielern zusammengespielt. Aber selbst wenn du mit einer Reihe von Stars zusammenspielst - er ist der Anführer der Offense", unterstrich Weis. Als Offensive Coordinator gewann der heute 64-Jährige mit New England drei Super Bowls und hatte damit einen großen Einfluss auf die damals noch junge Karriere eines gewissen Tom Brady.

"Ich bin überzeugt, dass dieser Junge ein ausgezeichneter Quarterback ist. Für mich hat er weniger Schwächen als alle anderen", so Weis.

Fehlende Athletik als Vorteil?

Anders als in der jüngeren Vergangenheit werden die Patriots in knapp zwei Monaten bereits früh, nämlich an der 15. Stelle des Drafts, auswählen dürfen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Mac Jones zu diesem Zeitpunkt noch zur Auswahl stehen wird. 

Der 22-Jährige zeichnet sich nicht etwa durch eine herausragende Mobilität und den Willen selbst zu laufen aus, sondern gilt eher als klassischer Pocket Passer. Ein eindeutiger Vorteil, wie Weis findet.

"Trevor Lawrence ist ein besonderer Spieler, weil er alles kann, was auch Mac Jones kann, zudem ist er sehr athletisch. Justin Fields, Zach Wilson und Trey Lance sind sehr gute Spieler. Aber dieser Junge ist derjenige, der alle Plays ausführt. Er gewinnt und wirft Completions - das ist alles, was er tut."

Gewagter Vergleich

Zum Ende des Interviews ließ sich Weis zu einem gewagten Vergleich hinreißen: Ihn erinnere Jones' Situation vor dem Draft an Drew Brees, der 2001 in der zweiten Runde von den San Diego Chargers ausgewählt wurde.

"Er wurde erst in der zweiten Runde ausgewählt, weil alle meinten 'er steht nicht direkt hinter dem Center und sein Arm ist nicht stark genug'. Trotz alledem hat er an der Purdue University gut gespielt und fast jeden Ball angebracht."

Ob Mac Jones an die Erfolge von Drew Brees anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Gleiches gilt für Weis' Empfehlung an Head Coach Bill Belichick und die New England Patriots.

In der Nacht vom 29. auf den 30. April (mitteleuropäischer Zeit) wissen wir mehr.

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