Verkauft sein Haus: Tom Brady. - Bildquelle: imago images / ZUMA PressVerkauft sein Haus: Tom Brady. © imago images / ZUMA Press

München – Für Spekulationen reichen Kleinigkeiten. Eine Immobilien-Anzeige zum Beispiel.

Wobei: An den Haaren herbeigezogen ist es nicht, wenn man 1 und 1 zusammenzählt: Tom Brady unterschreibt bei den New England Patriots einen neuen Vertrag, der ihn 2020 zum Free Agent macht. Kurz danach steht das Anwesen der Bradys in Brookline für 39,5 Millionen Dollar zum Verkauf.

Die prompt gezogenen Schlüsse: Beendet er nach der Saison seine Karriere und kehrt Massachusetts den Rücken? Oder verlässt er Boston und Umgebung, um mit dann zarten 43 Jahren nochmal eine neue sportliche Herausforderung zu suchen?

Nicht zu viel interpretieren

Brady versuchte, diese Gerüchte herunterzuspielen. "Man sollte da nicht zu viel hineininterpretieren", sagte er in der "Greg Hill Show". Komplett wegwischen konnte er die Spekulationen aber auch nicht. Oder wollte es nicht.

"Es dauert lange, um ein Haus zu verkaufen. Mein Haus gehört zu den etwas teureren, es verschwindet nicht innerhalb von ein paar Wochen aus den Regalen", so Brady.

Er räumte ein, dass er an einem Punkt angelangt sei, an dem es zahlreichen Überlegungen gebe. "Ich habe ein sehr ausgelastetes Geschäftsleben, ein sehr ausgelastetes Privatleben, weshalb jede Entscheidung alles in Erwägung ziehen muss."

Nach der üblichen Liebeserklärung an die Patriots folgte die offizielle Vertagung: "Wir machen uns Gedanken darüber, wenn es passiert. Das ist nicht der Zeitpunkt dafür." Was freilich alles bedeuten kann, oder auch gar nichts. Brady lässt sich – im übertragenen Sinne - alle Hintertüren seines 2044 Quadratmeter großen Anwesens offen.

Fluchtmöglichkeiten 2020

Auch über die Bedeutung des Vertrags und dessen Hintertüren, die ihm ebenso viele "Fluchtmöglichkeiten" lassen, will er nicht groß sprechen.

Brady und die Patriots haben sich auf eine Vertragsverlängerung geeinigt, die dem Quarterback 2020 30 Millionen Dollar und 2021 32 Millionen Dollar einbringen soll. Beide Parteien haben aber auch eine geplante Lücke in den Vertrag eingebaut, die ihn in der Offseason 2020 zum Free Agent macht. Eine Art Absicherung für beide Seiten, in mehrerlei Hinsicht, sportlich und auch finanziell.

Er stellt klar: Seine Gedanken dazu sind nicht für andere gedacht. Er verrät so viel: "Worum es dabei geht: Mit dieser Saison und diesem Jahr umzugehen. Was danach kommt, ob ich nun fünf weitere Jahre spiele, den Franchise Tag unterschreibe, oder nicht mehr spiele, muss nicht in diesem Jahr entschieden werden. Es geht darum, mich auf diese Saison zu fokussieren und im richtigen mentalen und emotionalen Zustand zu sein, auf meinem höchsten Level abzuliefern."

Fall Brown trifft auch Brady

Apropos aktuelle Saison: Der "Fall Antonio Brown" trifft auch Brady. Auch der Quarterback muss seinen Helm wechseln. 

"Ich habe rum experimentiert und mag meinen aktuellen nicht", gab er zu: "Aber ich habe keine große Wahl, also mache ich das Beste, um damit zu arbeiten." Immerhin gewann Brady mit seinem letzten Helm, den er nun gezwungenermaßen an den Nagel hängen musste, vier Super Bowls. Das ist eine Episode, die den Unterschied zwischen Superstar (Brown) und Megastar (Brady) ganz gut verdeutlicht: Während Brown sich mit der Liga anlegt, zuckt Brady mit den Schultern. Und versucht, weiter abzuliefern.

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