Zwei Schlüsselspieler in der Defensive: Cameron Jordan (Saints) und Dont'a H... - Bildquelle: Getty ImagesZwei Schlüsselspieler in der Defensive: Cameron Jordan (Saints) und Dont'a Hightower (Patriots) © Getty Images

München/Foxborough - Am dritten Spieltag der NFL-Saison treffen die New Orleans Saints auf die New England Patriots. ran.de übertragt das Spiel LIVE ab 19 Uhr im Stream.

Beide Teams mussten sich in der noch jungen Spielzeit bereits mit einer Niederlage abfinden und wollen nun den Monat September mit einer positiven Bilanz abschließen. 

ran blickt auf das Duell beider Teams.

Die wichtigsten Personalien und Stories

Patriots: Mit neuer Defense zu alter Stärke? 

Vor der Saison leerte Bill Belichick das Sparschwein: Die Defensive erhielt zahlreiche Neuzugänge. Belichick ließ sich den Neuanstrich, gemessen am gesamten Vertragsvolumen, knapp 125 Millionen US-Dollar kosten. 

Gepaart mit der Rückkehr einiger Stützen aus dem "Opt-Out", krempelten die New England Patriots ihre Defensiv-Abteilung um. Mit Erfolg: Die Defense der Pats ließ bisher 23 Punkte zu und kreierte fünf Turnover - der jeweils zweitbeste Wert der Liga. 

Vergangene Woche dominierten sie die New York Jets und Rookie-Quarterback Zach Wilson, der vier Interceptions warf. 

Bill Belichick setzt in seiner Defensive weiterhin auf ein variables Defensiv-Scheme und eine Vielzahl an Spielern mit unterschiedlichen Stärken. 22 Akteure im Patriots-Kader erhielten bereits Snaps in der Defensive. Belichick hat ein gutes Händchen dafür, je nach Spielsituation die richtigen elf Spieler aufzustellen und durch viel Bewegung vor und nach dem Snap das Leben des Quarterbacks schwer zu machen. 

Besonders der Pass Rush überzeugt in der neuen Saison. Neuverpflichtung Matt Judon sammelte bereits zehn Pressures und einen Sack. Youngster Josh Uche, den Belichick viel in der Defensive Line herumschiebt oder als Edge Rusher nutzt, kommt auf sieben Pressures und drei Sacks. 

Jameis Winston Hü oder Hott?

Die Defensiv-Stärke der Patriots könnte für die New Orleans Saints und Jameis Winston zum Problem werden. Der Quarterback geriet gegen eine dynamische Panthers-Defense, die ebenfalls viel mit Bewegung vor und nach dem Snap arbeitet, unter die Räder. 

Winston brachte nur die Hälfte seiner Pässe an, warf für 111 Yards und keinen Touchdown und verbuchte zwei Interceptions. Dabei dürfte es sicherlich nicht hilfreich sein, dass zahlreiche Coaches Corona-bedingt nicht mitreisten, Center Erik McCoy in der Offensive Line ausfiel, das Laufspiel um Running Back Alvin Kamara nicht in die Gänge kam und der Receiving-Corps ohnehin sehr dünn besetzt ist. 

Dabei sah der Start in die Saison mit einer Fünf-Touchdown-Gala von Winston gegen die Green Bay Packers sehr vielversprechend aus. Und genau da liegt das Problem: Mit Winston als Starter fahren die Saints Achterbahn. An guten Tagen geht es hoch hinaus, an schlechten tief runter. 

Sean Payton gehört zweifelsfrei zu den besseren Play Designern der Liga. Ihm gelingt es, die Stärken seiner Offensiv-Spieler zum Vorschein zu bringen und die vermeintlichen Schwächen zu kaschieren. 

Allerdings dürfte es auch dem renommierten Head Coach schwerfallen, eine kompetente Offensive aufs Feld zu schicken, wenn die individuelle Qualität so überschaubar ist, wie bei den Saints. Besonders die Receiver und Tight Ends konnten bisher kaum Akzente setzen und Plays auf eigene Faust und über das Scheme hinaus kreieren. 

Ways to win für die Patriots: The Patriot Way

Klingt simpel, aber die Patriots müssen ihren Stiefel runterspielen. Konkret bedeutet das: Einfache Fehler (Turnover, Penalties etc.) vermeiden, diszipliniert und "unspektakulär" spielen. Kurz: The Patriot Way. 

Die bereits erwähnte Defensive wird, besonders gegen Winston, Turnover kreieren und der Offensive Möglichkeiten zum Punkten geben. Die müssen genutzt werden. Rookie-Quarterback Mac Jones zeigte sich in seinen ersten beiden Partien von einer guten, wenn auch wenig spektakulären Seite. 

Der Signal Caller verteilt die Bälle im Kurzpassspiel vernünftig und verzeichnete noch keine Interception. Seine durchschnittliche Target-Tiefe liegt bei lediglich 5,7 Yards. Sollte die Saints-Defense sich nach der schwachen Vorstellung bei den Panthers berappeln und einige verletzte Starter zurückkehren, muss Jones zeigen, dass er auch schwierige Pässe anbringen kann. 

Dann reicht es nicht mehr aus, sich nur im Kurzpassspiel zu bewegen und die vermeintlich "einfacheren" Würfe zu nehmen. 

Ways to win für die Saints: Laufspiel etablieren

Schon klar, im Jahr 2021 in einer passlastigen Liga das Laufspiel etablieren zu wollen, klingt ein wenig Old School. Die Analysten sagen klar, dass das Passspiel effizienter ist als das Laufspiel. Und dennoch gibt es immer wieder Partien, die eben nicht in einer Punkte-Schlacht enden, sondern in einer guten alten Defensiv-Schlacht. 

Die Patriots-Secondary ist zudem gespickt sowohl mit individueller Qualität als auch Kadertiefe. Egal, ob Winston einen guten oder schlechten Tag erwischt, es dürfte kein leichter Arbeitstag für den Quarterback werden. 

Die Laufverteidigung der Patriots rangiert mit 4,2 zugelassenen Yards pro Lauf allerdings im Mittelfeld der Liga. Es mag unsexy klingen, aber die Effektivität des Laufspiels der Saints könnte eine entscheidende Rolle in der Partie gegen die Pats spielen. 

 

In der Defensive sollten sie versuchen, den Tag für Mac Jones ungemütlich zu machen. Bedeutet, ihn nicht nur mit vier Pass-Rushern zu attackieren, sondern auch per Blitz unter Druck zu setzen. Zudem muss es den Saints gelingen, dass Kurzpassspiel aggressiv zu verteidigen. Dazu könnte man vermehrt die Cornerbacks und Linebacker in Coverage-Zonen nahe der Line of Scrimmage aufstellen oder Mannverteidigung spielen lassen. 

Fantasy-Tipp: Patriots-Defense

Ein Tipp, der entweder voll einschlägt oder total in die Hose geht. Die Patriots-Defense kann gegen Winston ein Turnover-Festival feiern, aber auch genauso gut zerlegt werden. 

Die Stärken der Patriots-Defense wurden bereits ausführlich beleuchtet. Gelingt es Bill Belichick, Winston mit verschiedenen Formationen, Bewegung vor und nach dem Snap und vielfältigen Pass-Rush-Konzepten aus der Reserve zu locken, kann die Patriots-Defense für diese Woche Gold wert sein. 

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