Daniel Jones (li.) erhöht den Druck auf Eli Manning. - Bildquelle: imago images / UPI PhotoDaniel Jones (li.) erhöht den Druck auf Eli Manning. © imago images / UPI Photo

München/New York – Keiner lebt und erlebt die Schnelllebigkeit des Football-Geschäfts so sehr wie die New York Giants. Immer wieder.

Mal ist Eli Manning ein hoffnungsloses Auslaufmodell. Dann wieder ist Nummer-sechs-Pick Daniel Jones alles, nur kein Ersatz für Manning. Er wird sogar ausgebuht, als er nach dem Draft in New York bei einem Baseball-Spiel auftaucht. Dann ist er doch plötzlich Hoffnungsträger, der ewige Eli weg vom Fenster, dann aber doch wieder unersetzlich.

Großes Kino.

Emotionales Auf und Ab

Es ist ein interessantes, witziges, emotionales Auf und Ab, dass die Franchise in den vergangenen Wochen und Monaten durchmacht. Das Tolle für Fans der seichten Unterhaltung: Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

Denn: Nach dem erfolgreichen Preseason-Auftakt geht die Kontroverse weiter. Was wird Pat Shurmur Fans entgegnen, die finden, dass Jones die Giants-Legende ersetzen soll, wurde der Head Coach gefragt. 

 

Denn der 22-Jährige hatte beim 31:22 gegen die New York Jets eine nette Show hingelegt. Bei seinem einzigen Drive brachte er fünf von fünf Würfen an den Mann, für 67 Yards und einen Touchdown. War sofort da, überzeugte mit seiner Genauigkeit.

Manning? Hatte auch nur einen Drive, brachte seinen einzigen Versuch für drei Yards an den Mann. 

"Ich wusste nicht wirklich, was ich zu erwarten hatte. Ich wollte einfach nur gut spielen. Es hätte an einigen Stellen etwas besser sein können. Darauf werde ich mich fokussieren", sagte Jones, der auch von einem heftigen Gewitter gestoppt wurde. "Um ehrlich zu sein dachte ich schon, dass ich etwas mehr Spielzeit erhalten würde. Aber aufgrund des Gewitters kann ich die Entscheidung nachvollziehen", so Jones.

Ein Spiel. Nicht mal, nur ein Drive.

Doch das reicht, nachdem er in der Vorbereitung die Coaches überzeugen konnte. Wenn Offensive Coordinator Mike Shula meint, Jones könne auf Anhieb spielen, sei bereit, macht das Eindruck.

"Er wird ein Guter"

Auch die Mitspieler singen Lobeshymnen. "Ich habe es vorher gesagt: Er wird speziell", betonte Russell Shepard bei ESPN: "Er muss nur auf seine Zeit warten. Wenn seine Nummer aufgerufen wird, wird seine Zeit kommen. Ich habe keine Zweifel, dass sich diese Organisation und diese Stadt in ihn verlieben werden. Er wird ein Guter."

Tja, und Shurmur? Muss jetzt mal wieder Pferde einfangen, die seit Wochen mal in die eine, mal in die andere Richtung durchgehen.

Immer langsam

"Macht mal langsam", wäre seine Antwort auf die Fans, die jetzt Jones fordern.

 

"Er hat einen guten Job gemacht, das war ein guter Start. Das ist etwas, auf das man aufbauen kann", so der Coach, der betonte, dass Jones auch Fehler gemacht habe, die ein ungeschultes Auge nicht auf den ersten Blick erkennen könne. "Wir haben noch viel Zeit, bis wir anfangen zu spielen."

Heißt: An der Ausgangssituation hat sich nichts geändert, Manning bleibt der Starter, der Platzhirsch, der Anführer. Doch der Druck auf ihn wächst. Mal wieder. Doch das kennt er schon länger.

Schließlich lebt und erlebt keiner die Schnelllebigkeit des Football-Geschäfts so sehr wie die New York Giants.

Andreas Reiners

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