Werden keine Freunde mehr: Baker Mayfield und Colin Cowherd. - Bildquelle: Getty/ImagoWerden keine Freunde mehr: Baker Mayfield und Colin Cowherd. © Getty/Imago

München/Cleveland – Der Streit zwischen Baker Mayfield und Colin Cowherd wird immer skurriler. Ein Quarterback und ein US-Moderator: Seit über einem Jahr liegen die beiden im Clinch. Neuester Höhepunkt: Eine "Cowherd-Kollektion", die der Signal Caller der Cleveland Browns über seine eigene Webseite verkauft.

Was ist da los?

Angefangen hatte es vor dem Draft 2018, als Cowherd in seiner Show Mayfield als "undraftbar" bezeichnete. Bei einem späteren Besuch bei Cowherd hatte Mayfield ein Shirt mit dem Zitat an, Vorwürfe, er sei egozentrisch (was Cowherd durch ein Jubelvideo belegen wollte), parierte Mayfield souverän. 

Browns das Lieblingsziel

Da die Browns und Cleveland Cowherds Lieblingsziel sind, war klar, dass auch Odell Beckham Jr. sein Fett weg bekommen würde. Was dann auch schneller passierte als gedacht. 

Hier mischte sich wieder Mayfield ein, nannte Cowherd einen Clown oder Affen, der nur Müll rede. Und legte nun nach, indem er T-Shirts auf den Markt gebracht hat und für 30 Dollar verkauft. 

Man muss dazu wissen: Mayfield verkauft gerne lustige Shirts, seinen "Woke up feeling dangerous"-Spruch kann man ebenso kaufen wie das "If you’re not woth us in Cleveland, you’re against us".

Trotzdem ist diese Fehde außergewöhnlich. Man müsste sich mal vorstellen, Leroy Sane würde Anti-Gerhard-Delling-Shirts auf den Markt bringen, nachdem der dem ManCity-Star regelmäßig das Können abspricht. 

 

Ja, der Vergleich mag etwas hinken, doch inzwischen fragen sich in den USA auch andere Journalisten, warum sich vor allem Mayfield an Cowherd abarbeitet und ihm damit kostenlose PR beschert.

Zum Beispiel NBC-Legende Peter King. "Ich verstehe es nicht. Was kommt als nächstes? Anti-Hue-Shirts?", fragte King und meint damit Ex-Coach Hue Jackson, mit dem Mayfield am Ende auch nicht das beste Verhältnis hatte.

Kleinkariert und dünnhäutig

Ja, Cowherd habe Mayfield oft kritisiert, sei auch oft zu weit gegangen. "Aber durch den Shirt-Verkauf sieht Mayfield ziemlich kleinkariert aus."

Und dünnhäutig. Oder aber, je nach Perspektive, auch ehrgeizig. Fest entschlossen, seine Kritiker zu widerlegen. Keine Frage aber: Im vergangenen Jahr hätten sein Status als Nummer-eins-Pick und seine Leistungen auf dem Platz alleine schon als Statements gereicht. Doch Mayfield ist dafür bekannt, sich nichts gefallen zu lassen und zur Not öffentlichkeitswirksam zurückzuschlagen.

Auf jeden Fall ist er hilfreich. 

Denn klar: Mayfield und Cowherd schreiben fleißig Schlagzeilen, die in erster Linie vor allem Cowherd helfen. "Das ist Spaß, das ist Entertainment", feierte der Mayfields Aktion. "Wir sollten zehn dieser Shirts kaufen, die sind lustig." Eine Reaktion von Mayfield gibt es nicht.

Noch nicht. Doch die Regular Season hat ja noch nicht einmal angefangen.

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