Mehr Spiele? Die NFL-Saison soll nach dem Willen der Besitzer erweitert werd... - Bildquelle: Getty ImagesMehr Spiele? Die NFL-Saison soll nach dem Willen der Besitzer erweitert werden © Getty Images

Washington/München - Die NFL soll in die Verlängerung gehen - zumindest nach dem Willen vieler Klubbesitzer. Wie die "Washington Post" schreibt, seien bei einem Owner-Treffen in Key Biscayne in der vergangenen Woche Wege erarbeitet worden, die Regular Season um zwei auf 18 Spiele pro Team zu erweitern. Dies soll ein wichtiger Punkt in dem noch auszuhandelnden neuen Tarifvertrag werden.

Der Hintergrund ist klar: Mehr Partien bedeuten mehr Übertragungen bedeuten höhere Einnahmen. Auch die Legalisierung von Sportwetten in den USA soll eine Rolle gespielt haben - schließlich könnte auch auf diesem Weg mehr Geld generiert werden, wenn die Regular Season 288 statt 256 Begegnungen umfasst.

NFLPA-Boss lehnt mehr Saisonspiele bislang ab

Allerdings wissen auch die Klubbosse: Ohne die Spielerseite läuft nichts. Und genau da liegt das Problem. Eric Winston, Präsident der Spielervereinigung NFLPA, hat zusätzliche Spiele zuletzt stets mit dem Verweis auf die Gesundheit und die Sicherheit der Profis abgelehnt. Denn für den menschlichen Körper - mag er auch noch so durchtrainiert sein - ist ein Footballspiel eben kein Vergnügen.

Die Liga jedenfalls würde ohne Zustimmung beider Seiten kein Grünes Licht geben. Folglich müssen Anreize geschaffen werden, damit Winston und Co. den Daumen heben. Im Gespräch sind laut "Washington Post" eine Verkürzung der Preseason, die derzeit vier Partien pro Franchise umfasst, sowie die Vergrößerung der aktuell 53 Spieler umfassenden Kader.

Playoffs könnten auf 14 Teams erweitert werden

Eine andere Variante wäre die Erweiterung der Playoffs um zwei auf 14 Teams. In diesem Fall würde dann nur jeweils ein Klub pro Conference in der ersten Runde eine Bye Week haben und die Postseason mit sechs statt vier Partien starten. Dieser Vorschlag soll der NFLPA deutlich besser schmecken als eine längere Regular Season.

"NBC" zufolge könnte die Saison künftig bis zum Wochenende vor dem President's Day - dem dritten Montag im Februar - andauern. Als weitere Anreize werden der Wegfall des Franchise Tag oder deutliche Gehaltserhöhungen in den Raum gestellt. Zudem wäre eine Option, pro Spieler ein Limit von 16 Einsätzen festzulegen - verbunden mit größeren Kadern würde dann die Rotation Einzug in die NFL halten.

"CBS"-Reporter geht von Verlängerung der Saison aus

Letzteres erwartet auch "CBS"-Reporter Pete Prisco, der nur die Quarterbacks ausklammert. Der Journalist legt sich bereits auf zusätzliche Regular-Season-Spiele fest: "Es wird passieren."

Weitere Zugeständnisse den Spielern gegenüber sollen die Disziplinargewalt von NFL-Commissioner Roger Goodell sowie die strikte Marihuana-Politik betreffen. Der Big Boss kann sich der "Washington Post" nach vorstellen, in Fällen von Fehlverhalten abseits des Sports an Entscheidungsgewalt einzubüßen. Bei strafwürdigen Handlungen auf dem Feld - wie etwa Deflategate - will er jedoch weiter die Hand draufhaben.

Marihuana könnte als Schmerzmittel zugelassen werden

Liga und Spielervereinigung wollen zudem offenbar einen gemeinsamen Ausschuss gründen, um Marihuana als Mittel zur Schmerzlinderung in Erwägung ziehen zu können. Auch einige Besitzer sollen bereit zu sein für eine Lockerung der Marihuana-Regeln.

Die Verhandlungen über den neuen Tarifvertrag, der das aktuelle und noch bis 2021 gültige Werk ablösen soll, sind bereits angelaufen. Die "Washington Post" berichtet, Liga und Spielerseite würden deutlich kooperativer agieren als in den vergangenen Jahren. Dennoch hat die NFLPA die Profis bereits gewarnt, sich für einen eventuellen Lockout in zwei Jahren zu wappnen, also genug Geld zur Seite zu legen.

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