Fehlentscheidungen, wie die nicht gegebene Strafe wegen Pass Interference im... - Bildquelle: 2018 Getty ImagesFehlentscheidungen, wie die nicht gegebene Strafe wegen Pass Interference im vergangenen NFC Championship Game, sollen in Zukunft vermieden werden. © 2018 Getty Images

München / Phoenix - Die Besiter der NFL-Franchises haben im Rahmen des Annual League Meetings in Phoenix, Arizona, die Weichen für die kommende Saison gestellt. Dabei wurden zahlreiche Regelanpassungen diskutiert und verabschiedet.

ran.de fast die wichtigsten Anträge und Regeländerungen für die kommende Saison der NFL zusammen:

Coaches Challenge bei No Calls von Pass Interferences

Mit einer überwältigenden Mehrheit von 31 der 32 Teambesitzer wurde für die Erweiterung der Reviewregel gestimmt. Ab sofort können Head Coaches sowohl bei Offensive als auch Defensive Pass Interference eine Coaches Challenge fordern, auch wenn von den Referees keine Flagge geworfen wurde.

Die neue Regel gilt in den ersten 28 Minuten beider Halbzeiten. In den abschließenden zwei Minuten pro Spielhälfte greift ohnehin die Booth Review.

 

Medienberichten zufolge soll einzig der Owner der Cincinnati Bengals gegen den Antrag votiert haben. Die Regelanpassung wird in der Saison 2019 getestet und nach Ende der Spielzeit erneut evaluiert.

Mit der Entscheidung reagiert die Liga auf die Kontroverse um die nicht geahndete Pass Interference im NFC Championship Game der New Orleans Saints gegen die Los Angeles Rams, bei der die Saints durch einen No Call entscheidend benachteiligt wurden.

Nach den bisherigen Regeln konnten die Schiedsrichter nicht nachträglich vom Trainerstab zur erneuten Überprüfung der Szene veranlasst werden.

Onside Kick bekommt keine Alternative

Entgegen des positiven Feedbacks des Wettbewerbsausschusses lehnten die Owner den Antrag der Denver Broncos auf eine Alternative zum Onside Kick ab.

Dem Vorschlag folgend sollte alternativ einmalig im vierten Viertel ein vierter Versuch über 15 Yards an der eigenen 35-Yard-Linie ausgeführt werden können.

Die Teambesitzer wiesen den Antrag mit der Begründung ab, dass die Liga schlicht noch nicht für eine derartige Veränderung bereit wäre.

Regelung zu Ballbesitz in Overtime vertagt

Der Antrag der Kansas City Chiefs auf eine Anpassung der Regelung zum Ballbesitz in der Overtime wurde nicht abgesegnet, sondern auf das Spring Meeting der NFL im Mai vertagt. Dem Vorschlag zufolge soll in der Verlängerung sichergestellt werden, dass beide Teams mindestens einmal in Ballbesitz kommen und damit die Chance auf den Sieg hätten. Bisher hing dies zumeist vom Losglück ab.

Auslöser des Regeländerungsvorschlags war das AFC Championship Game der Kansas City Chiefs gegen die New England Patriots der vergangenen Saison. Die Chiefs kamen bei der 31:37-Niederlage in der Overtime nicht in Ballbesitz.

Kickoff-Regel bleibt bestehen

Die in der vergangenen Saison eingeführte neue Regelung zum Kickoff wurde bestätigt und damit dauerhaft eingeführt. Damit dürfen auch in Zukunft die Spieler nicht bereits vor dem ausgeführten Kickoff loslaufen.

Dadurch soll die Sicherheit der Akteure besonders gegen Kopfverletzungen erhöht werden. Laut der NFL konnte dadurch in der abgelaufenen Saison die Quote von Gehirnerschütterungen nach dem Kickoff im Vergleich zu den Jahren 2015 bis 2017 um 38 Prozent gesenkt werden.

Blindside Blocks zukünftig verboten

Des Weiteren wurden Blindside Blocks verboten. Alle Infos dazu gibt es hier.

Daniel Kugler

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