Spricht sich für Impfungen innerhalb der Spielergemeinschaft aus: Roger Good... - Bildquelle: imagoSpricht sich für Impfungen innerhalb der Spielergemeinschaft aus: Roger Goodell. © imago

München - Das Credo der NFL-Verantwortlichen in dieser Offseason ist deutlich. Durch eine hohe Impfquote innerhalb der Teams sollen größere Corona-Ausbrüche und damit verbundene Spielverlegungen verhindert werden.

Bislang galten für die Teams mit einer Impfquote von unter 85 Prozent die gleichen strengen Corona-Regeln wie in der vergangenen Saison. Überschreiten die Mannschaften diese Grenze, erfahren sie erhebliche Lockerungen was den täglichen Ablauf am Trainingszentrum angeht sowie einen deutlich gelockerten Testrhythmus.

NFL droht Klubs mit Schreiben

Wie mehrere Medien berichten, kann eine hohe Quote von ungeimpften Spielern ab sofort auch sportliche Nachteile für die betroffenen Klubs mit sich bringen. Dies gehe aus einem Schreiben der NFL an die Klubs hervor.

Sollte es innerhalb eines Teams zu einem größeren Corona-Ausbruch unter den nicht durch eine Impfung immunisierten Spieler kommen, droht dem betroffenen Klub im schlimmsten Fall eine Niederlage.

Spielern geht es ans Gehalt

Sind nicht genügend Spieler vorhanden oder zu viele ungeimpfte Spieler in Quarantäne, wird das Spiel automatisch für die gegnerische Mannschaft gewertet, insofern es nicht verschoben werden kann. Die NFL strebt an, den kompletten Spielplan innerhalb der anvisierten 18 Wochen durchzuziehen.

"Wir erwarten nicht, dass es zu einer 19. Woche kommt, falls Spiele innerhalb des Zeitfensters nicht wiederholt werden können", heißt es in einem Statement der Liga.

Ein weiterer Twist: Kann ein Spiel innerhalb der 18 Wochen nicht wiederholt werden, entfallen die Gehaltschecks für die Spieler beider Teams an diesem Spieltag, obwohl nur das schuldige Team mit einer Niederlage bestraft wird.

Verschiebungen mit Fans komplizierter

Sollte es zu einem Ausbruch unter geimpften Spielern kommen, entscheiden die im Bundesstaat regierenden Personen, medizinische Experten sowie der NFL-Commissioner Roger Goodell über eine mögliche Verlegung. Da die NFL in der kommenden Saison mit einer hohen Fan-Auslastung rechnet, spielen anders als vergangenes Jahr nun auch neue Faktoren eine Rolle.

So war es in 2020 deutlich leichter, die Partien innerhalb der Woche ohne Zuschauer zu verschieben. Da nun auch die Stadionverfügbarkeit oder banale Dinge wie Parkmöglichkeiten für Fans mit in die Entscheidung einfließen, könnte es schneller zu der oben erwähnten Spielabsage kommen.

Klubs müssen Kosten übernehmen

Doch damit nicht genug: Wie es weiter heißt, trägt das Team, das dann aufgrund zu vieler infizierter ungeimpfter Spieler für die Spielabsage verantwortlich ist, die bereits aufgewendeten Kosten. Zudem steht es dem Commissioner zudem frei, weitere Strafen gegen den "Schuldigen" zu verhängen. 

Zudem kommt es bei den geimpften Spielern zu weiteren Lockerungen. Wenn ein geimpfter Spieler positiv getestet wird und asymptomatisch bleibt, kann dieser nach zwei negativen Tests innerhalb von 24 Stunden aus der Quarantäne entlassen werden. Ungeimpfte Spieler hingegen müssen in jedem Fall für 10 Tage der Mannschaft fernbleiben.

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