Die NFL hat eine neue Helmet-Hit-Regel verabschiedet. - Bildquelle: imago/Icon SMIDie NFL hat eine neue Helmet-Hit-Regel verabschiedet. © imago/Icon SMI

München/New York – Die NFL will den Sport sicherer machen. Am Dienstag wurde auf der Sitzung der Teambesitzer mit einer ersten Verabschiedung einer neuen Helmet-Hit-Regel ein weiterer Schritt in diese Richtung unternommen. Heißt: In Zukunft ist es ein Foul, wenn ein Spieler den Kopf senkt und mit dem Helm voran den Kontakt mit dem Gegner sucht.

Der Spieler wird möglicherweise disqualifiziert, das hängt vom Hit ab. Rich McKay, der Vorsitzende des Wettbewerbskomitees, sagte, dass man "das Gefühl hatte, dass es an der Zeit war", die Änderung durchzuführen, um die Sicherheit der Spieler zu verbessern. McKay sagte zudem, dass die Horrorverletzung von Ryan Shazier nicht der ausschlaggebende Punkt für die Regeländerung war, aber ein gutes Beispiel ist, was man auf dem Feld nicht mehr sehen wolle.

Regeländerungen, die Gerüchte um OBJ und der neue Deutsche in der NFL – am Sonntag, 23:10 Uhr mit Jan Stecker in MAXXsports. ran am Sonntag auf ProSieben MAXX.

Der Weisheit letzter Schluss ist das allerdings nicht: Die Teams arbeiten weiterhin an einer sogenannten "Targeting Rule" analog zum College, wo Spieler nach einem Hit mit dem Helm automatisch ausgeschlossen werden.

Vergehen wie Angriffe mit dem Helm werden bislang als "Unnecessary Roughness" oder "Initiating Contact" gewertet. Es gibt dann eine Flagge, aber  für den Übeltäter keinen zwingenden Ausschluss aus dem Spiel. Das soll sich nun ändern. Wie genau, ist noch offen. Im College-Football wird jeder Spieler, der eine Flagge wegen Targeting bekommt automatisch des Feldes verwiesen.

Mit High School und College auf einem Nenner?

Wie McKay erklärte, befindet sich die NFL in Kontakt mit der NCAA. Die Hoffnung ist, dass man High School, College und die NFL auf einen Nenner bringt, was die Hits mit gesenktem Helm betrifft. Bis zum nächsten Treffen der Teambesitzer im Mai soll die Regel komplett ausgearbeitet sein. Das ist zumindest das fromme Ziel. Klar ist aber auch, dass diese neue Regel für zahlreiche Diskussionen sorgen wird.

Die Liga hatte im Januar Daten veröffentlicht, die zeigen, dass Gehirnerschütterungen zwischen 2016 und 2017 um 13,5 Prozent zugenommen haben (243 zu 281). Rund 28 Prozent der Gehirnerschütterungen waren von den Spielern selbst gemeldet worden.

Mit insgesamt 48 Regeländerungen seit 2002 hat die NFL versucht, die Spieler besser zu schützen, unter anderem mit Aufklärungsarbeit, einem großen medizinischem Team bei den Spielen und dem sogenannten Concussion Protocol. Spieler, die dieses durchlaufen, werden intensiv auf Kopfverletzungen untersucht und kehren im Normalfall nicht mehr so schnell auf das Spielfeld zurück.

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