Seahawks Head Coach Pete Carroll (li.) im Gespräch mit Commissioner Roger Go... - Bildquelle: Getty ImagesSeahawks Head Coach Pete Carroll (li.) im Gespräch mit Commissioner Roger Goodell (re.). © Getty Images

München/New York - NFL Commissioner Roger Goodell bestätigte am Rande des League Meeting am Mittwoch, dass in der Vergangenheit darüber diskutiert wurde, die Playoff-Struktur der NFL zu verändern. Dies hätte zur Folge, dass der Heimvorteil in jedem Spiel an das Team mit dem besseren Record der Regular Season geht, anstatt wie bisher jedem Division-Sieger ein Heimspiel zu garantieren.

Aber der 60-Jährige hielt fest, dass das vorherrschende Gefühl in der NFL ist, dass der Gewinn eines Division Titels das Hauptziel der Teams sei und mit einem Playoff-Heimpiel belohnt werden sollte.

Goodell konstatierte aber, dass das Problem in diesem Jahr nicht einmal im League Office aufgetaucht ist: "Das habe ich nicht gehört und ich erwarte auch nicht, dass ich das noch einmal hören werde."

Während der laufenden Saison machten Spekulationen über eine mögliche Erweiterung auf bis zu 18 Regular Season-Spiele und zusätzliche International Games die Runde.

Seahawks und 49ers droht ungemütliche Post Season

Zur Erinnerung: In den Playoffs dieser Saison könnte ein 7-9 NFC East Champion (Dallas Cowboys mit 6-7 punktgleich, aber mit Tiebreaker vor den Philadelphia Eagles) den Gastgeber für einen 13-3 NFC West Zweitplatzierten (aktuell Seattle Seahawks mit 10-3 hinter den San Francisco 49ers mit 11-2) geben, was in Fachkreisen und bei den Fans für Unmut sorgte.

Für das mögliche Szenario, dass die Seahawks bzw. 49ers-Fans am ersten Januar-Wochenende ein Road Games in Dallas respektive Philadelphia bestreiten müssen, hat der Commissioner kein Mitgefühl übrig.

Fangio für Abschaffung der des Division-Systems

Im Lager der Head Coaches der einzelnen Teams gehen die Meinungen zu einer möglichen Revolution der Regular Season und Playoffs weit auseinander. "Seit die Liga auf 32 Mannschaften erweitert wurde, was der Fall war, als die Texans 2002 in die Liga aufgenommen wurden, war mein favorisierter Ansatz - der nie vor Entscheidungsträgern vorgebracht wurde - , dass es generell keine Divisions geben sollte", erklärte Broncos Head Coach Vic Fangio am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz:

"Ich denke, man hat 16 (Teams, Anm. d. Red.) in jeder Conference und jeder sollte einmal gegen jeden spielen. Das sind 15 Spiele. Wenn du ein 16. Spiel willst, spielst du gegen einen natürlichen Rivalen aus der anderen Conference. Etwa die Jets und Giants spielen jedes Jahr gegeneinander, genauso wie Eagles gegen Steelers, Texans gegen Cowboys und so weiter und es bleibt bei 16 Spielen."

Und weiter: "Damit würde man das Problem vermeiden, das in diesem Jahr auftreten wird, wenn wahrscheinlich ein Team mit einer Bilanz von 8-8 Team ein 12-4-Team empfangen wird. Du wirst die sechs besten Teams in jeder Conference bekommen und die Divisions werden immer reibungslos funktionieren."

Darüber hinaus betonte Fangio die Problematik der unterschiedlich stark besetzten Divisions: "Es gibt einige, die in manchen Jahren einfach sind, es gibt andere, die eine Menge guter Teams haben. Das (Leistungsniveau, Anm. d. Red.) schwankt alle paar Jahre. Ich denke, dieser Ansatz wäre ein guter Schritt, um das Ungleichgewicht (Anm. d. Red.) zu vermeiden."

Daniel Kugler

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