Hi Football-Fans,

wenn die New England Patriots in Week 10 der aktuellen NFL-Saison zu den Tennessee Titans reisen (Sonntag ab 18:30 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de), dann gleicht diese Partie fast schon einem großen "Klassentreffen" – denn das Team aus Nashville ist voll mit ehemaligen "Patrioten".

Mit Head Coach Mike Vrabel, General Manager Jon Robinson, Defensive Coordinator Dean Pees, Running Back Dion Lewis, den Cornerbacks Malcolm Butler und Logan Ryan, sowie dem Guard Josh Kline und D-Liner Darius Kilgo waren insgesamt acht Spieler beziehungsweise Coaches und Verantwortliche bereits in New England tätig. Sie kennen in Foxborough also wirklich jeden Stein.

Keiner trainiert so hart wie die Patriots

Die Titans sind ein Team im Umbruch, das aktuell mit ihrem noch jungen Head Coach Vrabel und dem General Manager Robinson versucht, etwas für die Zukunft aufzubauen – und sich dabei ein wenig den sogenannten "Patriots-Way" als Vorbild genommen hat.

Dabei geht es nicht nur um die vielen Ex-New-England-Spieler im Roster der Titans, sondern vor allem um die Mentalität, die Vrabel und Robinson noch aus ihrer Zeit in Foxborough kennen. Denn es gibt aus meiner Sicht kein Team in der NFL, das so hart trainiert wie die Patriots. Und keine andere Franchise bereitet sich so detailliert auf einen Gegner vor.

Deswegen ist es für die Titans gut und wichtig, Spieler im Locker Room zu haben, die diesen Spirit, aber auch diese Siegermentalität kennen, sie verkörpern und an die anderen Jungs weitergeben. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. So etwas braucht Zeit. Außerdem muss das, was bei den Patriots funktioniert, ja bei den Titans nicht auch so sein. Sie müssen deswegen schon aufpassen, New England nicht kopieren zu wollen. Diese Gefahr sehe ich bei Vrabel und seinen Jungs jedoch nicht.

Belichick ein Head Coach der "alten Schule"

Der Head Coach ist im Vergleich mit Patriots-Head Coach Bill Belichick auch ein ganz anderer Typ. Ein junger Coach, der viel mit seinen Spielern kommuniziert, immer ein offenes Ohr für sie hat und sich auch in sie hineinversetzen kann. Belichick ist da schon etwas introvertierter und eher ein Head Coach der "alten Schule". Das meine ich aber überhaupt nicht negativ.

In der NFL ist im Moment nur ein gewisser Trend erkennbar – und der geht in Richtung junge Head Coaches, die eine andere Art und Weise haben, ein NFL-Team zu führen. Vrabel - als Spieler übrigens dreifacher Super-Bowl-Sieger - ist zum Beispiel jemand, der beim Play-Calling kein Risiko scheut.

 

Bei vierten Versuchen geht er gerne mal dafür oder nach Touchdowns reicht ihm häufig kein Extrapunkt, da muss es eine Two-Point-Conversion sein. Vrabel beobachtet sein Team einfach sehr genau und entscheidet dann je nach Tagesform und Selbstvertrauen seiner Jungs, wie auf dem Rasen agiert wird. Belichick hingegen verlässt sich lieber auf Statistiken und seine langjährige Erfahrung, sein Bauch und seine Beobachtungen spielen da eher eine untergeordnete Rolle.

Besonderes Game für Ex-Patriots-Spieler

Für die vielen Ex-Patriots im Team der Titans ist die Partie gegen New England natürlich ein ganz besonderes Spiel – auch wenn Butler im Vorfeld meinte, dass es für alle eine ganz gewöhnliche Partie sei. Das nehme ich ihm einfach nicht ab. Zumal ich mich noch an meine Zeit bei den New York Giants erinnern kann.

Da wurden die ehemaligen Spieler des kommenden Gegners immer ausgequetscht ohne Ende. Ich würde jetzt als D-Liner zum Beispiel zu Guard Josh Kline gehen und ihn unter anderem fragen, wie die O-Line der Patriots den Pass Rush verteidigt oder wie das Verhalten der Jungs beim Snap ist.

Das können noch so winzige Kleinigkeiten sein – du willst als Spieler einfach alles über den kommenden Gegner wissen. Und auch bei den Titans wird es jetzt sicherlich so sein, dass Lewis und Co. in ihren jeweiligen Meetings kurze Vorträge über die Stärken und Schwächen der Patriots halten müssen. Bei den Giants war das jedenfalls die Normalität und das wird in Tennessee nicht anders sein – zumal sie viele Ex-Patriots-Spieler in ihren Reihen haben, die sicherlich viel erzählen können.

Einfach bei den Titans einen Touchdown zu erzielen

Allerdings glaube ich letztlich nicht, dass ein Team wie die Titans den Patriots aktuell wirklich gefährlich werden kann. Dafür war Tennessee in den vergangenen Wochen nicht konstant genug – auch wenn sie jetzt mit einem Auswärtssieg bei den Dallas Cowboys im Rücken das Heimspiel gegen New England bestreiten werden.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie "einfach" es ist, bei den Titans einen Touchdown zu erzielen. Und wenn ich das schon schaffe, sollte das für die Patriots noch weniger ein Problem darstellen. Aber Spaß beiseite: bei allem Respekt für Vrabel und die Titans, glaube ich am Ende an einen Auswärtserfolg von Tom Brady und Co.

Jetzt wünsche ich euch erst einmal viel Spaß bei den Sonntagsspielen bei ranNFL! Los geht’s geht’s ab 18:30 Uhr wie bereits erwähnt mit der Partie der Patriots bei den Titans und danach folgen dann noch die Seattle Seahawks bei den Los Angeles Ram. Außerdem erwartet auch ab 19 Uhr im exklusiven Livestream auf ran.de noch die Partie der New Orleans Saints bei den Cincinnati Bengals.

Wir hören uns kommende Woche wieder bei unserem Podcast „The Vollmer + Kuhn NFL Show“ und hier lasse ich natürlich auch schon bald wieder von mir lesen!

Bis bald,

Euer Markus

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