Echt jetzt, NFL? Colin Kaepernick darf zu einem Workout antreten - wann und ... - Bildquelle: Getty ImagesEcht jetzt, NFL? Colin Kaepernick darf zu einem Workout antreten - wann und wo bestimmt jedoch allein die Liga © Getty Images

München/New York - Colin Kaepernick und die NFL nähern sich wieder an. Scheinbar.

Die Meldung, dass die Liga den wegen seines Hymnenprotests seit Jahren stiefmütterlich behandelten Quarterback zu einem Workout eingeladen hat, sorgte nicht nur in den USA für Staunen.

Auch das Lager des ehemaligen Passgebers soll von der Einladung nach Atlanta an diesem Samstag überrascht worden sein. Wie "ESPN" berichtet, hätten "Kap" und Co. erst am Dienstag überhaupt von diesem Termin erfahren - also zur gleichen Zeit wie die Öffentlichkeit. Auch die Klubs seien nicht vorher informiert worden.

 

Workout am Samstag für Teams ein schwieriger Termin 

Das Vorgehen der NFL, ein Workout für einen Profi zu veranstalten, ist ohnehin schon ungewöhnlich. Dieses auf einen Wochenendtag zu legen, verwundert ebenso. Denn am Samstag befinden sich nahezu alle Teams in der unmittelbaren Vorbereitung auf ihre Spiele am Tag darauf. Somit erscheint es höchst fraglich, ob diese Klubs einen Verantwortlichen nach Atlanta schicken.

Auch aus diesem Grund sollen Kaepernick und sein Lager laut "ESPN" darum gebeten haben, das Workout sowie den anschließenden Interview-Termin an einem Dienstag - der gewöhnliche Wochentag für derlei Präsentationen - abhalten zu dürfen.

Kaepernick-Termin wirkt wie eine Farce

Doch das habe die Liga ebenso abgelehnt wie eine Verlegung auf den folgenden Samstag, womit die Klubs immerhin mehr Vorbereitungszeit gewährt worden wäre. Begründet hat die Liga ihr "Nein" zu einer Verschiebung demnach nicht.

Somit entpuppt sich dieses Workout im Grunde als Farce. Wie um "Kap" und seinen Anhängern zeigen zu können: Da hat er doch seine Chance, um sich wieder für die NFL-Teams zu empfehlen.

Wenn sich - wie unter den gegebenen Umständen zu befürchten ist - kein Engagement ergeben sollte, reicht es eben einfach nicht.

Kaepernick stand schon im Super Bowl

Als ehemaliger Super-Bowl-Teilnehmer hat der 32-Jährige längst bewiesen, dass er ein Team anführen kann. Schon in seiner zweiten Saison erreichte "Kap" mit den San Francisco 49ers das wichtigste Einzelsportereignis der Welt und unterlag den Baltimore Ravens auf dramatische Weise mit 31:34.

Vier Jahre später trat er von seinem Vertrag mit den Kaliforniern zurück und fand seither keine Anstellung mehr in der Liga - vor allem wegen seines offenen Protests gegen die gesellschaftlichen Missstände in den USA. Weil er Absprachen der Teams hinsichtlich seiner Nichtbeschäftigung vermutet, strengte Kaepernick sogar eine Klage an.

Kaepernick kann Termin gar nicht abwarten

Nun gibt er sich zumindest hochmotiviert. Bei Twitter reagierte der in Milwaukee geborene Quarterback kampfeslustig auf die NFL-Einladung: "Ich bin seit drei Jahren in der Verfassung und bereit für diesen Termin und kann es gar nicht abwarten, die Head Coaches und General Manager am Samstag zu sehen."

Fragt sich nur, wie viele es wirklich sein werden.

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