Treffen in den Playoffs erneut aufeinander: Deshaun Watson und Andrew Luck - Bildquelle: GettyTreffen in den Playoffs erneut aufeinander: Deshaun Watson und Andrew Luck © Getty

München - Die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen. Sowohl Colts-Quarterback Andrew Luck als auch Deshaun Watson, sein Gegenüber bei den Texans, gehören zu den größten Comeback-Spielern der Saison. Beide hatten schwere Verletzungen. Beide sind mit ihren Teams schwer in die Saison gestartet. Beide zeigen in dieser Saison Topleistungen. Am Samstag stehen sich die beiden Passgeber beim Playoff-Duell (ab 22:20 Uhr live auf ProSieben MAXX und ran.de) bereits zum dritten Mal in der Saison gegenüber. 

Auch wenn die AFC South von den Houston Texans (11-5) gewonnen wurde, waren die Wildcard-Runden-Gegner aus Indianapolis (10-6) nicht weit entfernt. Dies war auch in den beiden Regular-Season-Duellen zwischen den Kontrahenten zu sehen. So gingen beide Spiele an das jeweilige Auswärtsteam.

Watson führte Texans zu Rekord-Serie

Texans Signal-Caller Watson wurde nach einem guten Start in seine Rookie-Saison von einem Kreuzbandriss zurückgeworfen und musste sich neu beweisen. Zwar war der Start mit drei Niederlagen in Folge etwas holprig, doch der Lauf danach hätte kaum besser sein können. 

Watson und Co. gewannen die nächsten neun Spiele und wurden damit das erste Team seit 1970, das mindestens sieben Spiele nach einem 0-3-Start hintereinander gewann. Watson selbst warf dabei 16 Touchdowns bei lediglich sechs Interceptions und meldete sich somit eindrucksvoll in der NFL zurück. Der 23-Jährige ist mittlerweile seit sechs Spielen ohne Interception, kommt insgesamt auf über 4.000 Yards und beendete die Saison mit dem sechstbesten Quarterback-Rating der Liga. 

Auch Luck meldet sich eindrucksvoll zurück

Damit geht es Watson ähnlich wie seinem Gegenüber am Samstag. Luck verpasste allerdings nicht nur Teile der vergangenen Saison, sondern die komplette Spielzeit. Nach der Saison 2016 musste er sich einer Schulter-Operation unterziehen, von der er sich nur schwer wieder erholen konnte. So verpasste er 2017 erst den Saisonstart, wurde später auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt und konnte nicht einmal mit dem "Duke", dem offiziellen NFL-Spielball, trainieren. 

Trotz Gerüchten, Luck könne nie wieder einen Ball werfen und seine Schulter sei zu anfällig um auf den NFL-Rasen zurückzukehren, kämpfte er sich doch zur Saison 2018 zurück und gab sein Comeback in Woche eins gegen die Bengals - nach 616 Tagen.

Ähnlich wie Watson, brauchten auch Luck und die Colts ein paar Spiele, um wieder zu alter Stärke finden. Nach einer zwischenzeitlichen Bilanz von 1-5 sah es ähnlich wie die Texans schlecht aus. Doch auch die Colts schafften eine Kehrtwende. 

Das Team von Frank Reich gewann neun der letzten zehn Saisonspiele und zog im Playoff-Picture an der kompletten AFC vorbei in die Wildcard-Runde. Das "Endspiel" in Woche 17 gegen die Tennessee Titans bestätigte die Playoff-Teilnahme der Colts und das geglückte NFL-Comeback von Andrew Luck endgültig. 

Der hat mit seinen 23 Touchdowns und sieben Interceptions einen erheblichen Anteil an der Auferstehung der Colts, auch wenn er sein wahrscheinlich bestes Saisonspiel in Woche vier machte: Gegen die Houston Texans. Das Spiel ging zwar verloren, doch Luck überragte mit vier Touchdowns, null Interceptions und 462 Yards. 

Trotz der ganzen Parallelen: Am Samstag werden sich ihre Wege trennen. Denn nur einer darf dann den Super-Bowl-Traum weiter träumen.

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